Der Absatz von Bier ist in Deutschland 2025 so stark gesunken wie nie zuvor. Neben dem schlechten Konsumklima spielen auch neue Trends eine Rolle. Nur eine Sorte kann Wachstum verzeichnen.

Mit einem Minus von 6,0 Prozent haben die deutschen Brauereien im vergangenen Jahr nur noch rund 7,8 Milliarden Liter Bier abgesetzt. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Erstmals fiel der Absatz unter die Marke von acht Milliarden Litern.

Der Einbruch setzt einen langfristig rückläufigen Trend fort. Vor zehn Jahren setzten die Brauereien noch fast zwei Milliarden Liter mehr Bier ab.

  • Teppichbrand@feddit.org
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    9 hours ago

    Meine Lust auf Alkohol im allgemeinen und Bier im speziellen hat in den letzten Jahren stark nachgelassen. Ich merke das auch in Freundeskreis richtig deutlich. Liegt sicher am Alter, aber auch am Zeitgeist. Bei mir war es die Erkenntnis, wie sehr wir alle durchalkoholisiert sind, wie groß das gesellschaftliche Leid ist, zusätzlich die Cannabislegalisierung, dieses Lied und Gernot Rücker mit seinem Buch Rausch. Es gibt auch einige richtig gute Gespräche mit ihm auf YouTube.
    Ich bin fast komplett auf Jever Fun umgestiegen. Seltene Ausnahmen bestätigen die Regel.

  • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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    18 hours ago

    Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.

    Quizfrage zwischendurch: was ist wohl für diese Konsumzurückhaltung verantwortlich?

    1. Die Ausländer
    2. Die Arbeitslosen
    3. Jene Pappnasen, die ständig wiederholen, wie schlecht es um Die Wirtschaft™ (viel Spaß mit den Teekesselchenwitzen) stünde, die von irgendwelchen Spardogmen schwadronieren und Mehrarbeit von den Arbeitenden fordern
    • Tarogar@feddit.org
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      14 hours ago

      Die Grüüüüünen! Wer denn sonst! /s

      Wer hätte auch damit rechnen können das wenn alles teurer wird die Leute weniger konsumieren. Sicher nicht die Konservendosen der CxU.

      • Aniki@feddit.org
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        6 hours ago

        Wenn sie tatsächlich Konservendosen wären, würden sie wenigstens still im Regal stehen. Tun sie aber nicht.

    • schnurrito@discuss.tchncs.de
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      17 hours ago

      1 und 2 sind doch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen: viele Ausländer sind Muslime, deren Religion Alkoholkonsum verbietet, und Arbeitslose haben u.U. nicht genug verfügbares Geld für Alkohol.

      Aber ich kann nichts Falsches daran sehen, wenn in einem Land weniger von etwas konsumiert wird, was Leute am klaren Denken hindert und manche sogar aggressiv macht. Nicht, dass ich finde, der Staat sollte das aktiv forcieren, aber schlecht ist es nicht, wenn es so oder so passiert!

      • Samskara@sh.itjust.works
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        14 hours ago

        Als jemand der Arm und arbeitslos ist, kann ich dir sagen das Alkohol billig ist. Natürlich nicht in der richtigen Kneipe, aber beim Kiosk um die Ecke kostet das kalte Bier 1,50 € bis 2 €. Das können wir Harzer uns leisten. Im Supermarkt billiger Schnaps und Wein ist auch billig.

        Also wenn man kein starker Säufer ist, dann ist Alk schon erschwinglich.

        • da_cow (she/her)@feddit.org
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          11 hours ago

          Nur ist da das Problem wie bei allem, dass es mit regelmäßigem Konsum aufgrund von toleranzbildung recht schnell teuer wird.

        • Teppichbrand@feddit.org
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          11 hours ago

          Arme Alkoholiker kaufen billigen Schnaps. Eine tödliche Dosis gibts im Supermarkt schon für ein paar Euro, schau dich mal um vor der Kasse und in den Tankstellen. Die stehen da nicht zum partymachen.

      • bungalowtill@lemmy.dbzer0.com
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        16 hours ago

        Nur sind beide Gruppen wohl kaum für einen massiven Rückgang zuständig. Einerseits haben die Arbeitslosenzahlen nicht so drastisch zugenommen, andererseits haben Muslime vorher wahrscheinlich auch keinen Alkohol getrunken. Und OP ging es ja eigentlich auch um die wirtschaftlichen Faktoren.

      • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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        13 hours ago

        1 und 2 sind doch nicht völlig an den Haaren herbeigezogen: viele Ausländer sind Muslime, deren Religion Alkoholkonsum verbietet, und Arbeitslose haben u.U. nicht genug verfügbares Geld für Alkohol.

        Yay, Pauschalisierungen, cool. Nicht. Stecks dir.

        Aber ich kann nichts Falsches daran sehen, wenn in einem Land weniger von etwas konsumiert wird, was Leute am klaren Denken hindert und manche sogar aggressiv macht. Nicht, dass ich finde, der Staat sollte das aktiv forcieren, aber schlecht ist es nicht, wenn es so oder so passiert!

        Wenn du richtig gelesen hättest, wäre dir aufgefallen, dass in dem zitierten Absatz nicht um Alkohol, sondern um Konsumzurückhaltung allgemein geht, mit dem der Umsatzrückgang der Brauereien begründet wird. Und bevor du das auch noxh in den falschen Hals kriegst: ich bin keinesfalls grundsätzlich für mehr Konsum, eher im Gegenteil. Aber in unserer derzeitigen Wirtschaftsordnung ist “Konsum” sowohl ein wichtiger Marker als auch einflussnehmend auf andere Marker. Platt ausgedrückt: je mehr konsumiert wird, desto besser für Die Wirtschaft™. Mein bissiger Kommentar sollte darauf abzielen, dass mal wieder die falschen Menschen als Sündenböcke hingestellt werden, während die tatsächlich Verantwortlichen Scheiße labern. Und bei all dem geht es nicht um Alkohol!

  • Samsy@lemmy.ml
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    14 hours ago

    Hat natürlich rein gar nichts damit zu tun, dass letztes Jahr endlich mal der Hinweis publik ging das Alkohol ungesund ist, egal in welcher Form oder Menge.

  • lichtmetzger@discuss.tchncs.deOP
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    18 hours ago

    Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.

    In der Statistik nicht enthalten sind alkoholfreie Biere. Der DBB betonte, diese seien die am schnellsten wachsende Sorte auf dem deutschen Biermarkt. Sie überschritten demnach 2025 erstmals die Marke von zehn Prozent Umsatz im Handel.

    Ich finde, das sind endlich mal gute Nachrichten, die wir wirklich gebrauchen können! Dieser übermäßig zelebrierte Alkoholkonsum war schon immer eins dieser Dinge an Deutschland, die ich nie wirklich verstanden habe.

    Zwar habe ich als Teenager auch mal so eine Phase gehabt, in der ich Alkopops weggeschleudert habe wie kein Zweiter, aber irgendwann wächst man da ja eigentlich raus.

    • rumschlumpel@feddit.org
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      18 hours ago

      Finde auch recht seltsam, dass alkoholfreies Bier in der Statistik nicht enthalten ist. Ist das jetzt Bier oder nicht? Was juckt es die Brauereien, ob sie Bier mit oder ohne Alkohol verkaufen? Ist ja nicht so, als wäre Alkoholfreies deutlich günstiger für Endkunden.

      • brewbart@feddit.org
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        17 hours ago

        Die Brauereien deren Maschinerie abbezahlt ist juckt das herzlich wenig. Fie kleineren, die sich das nicht wirtschaftlich leisten können schon.

        Für ein Alkoholhaltiges Bier brauchst halt nur einen Topf, was zum Rühren, was zum Sieben, ein paar Filter und einen Weg alles zu erwärmen / zu Kühlen (+Lager und Abfüllung).

        Für alkoholfreies brauchst du entweder die Maschinen zum Trennen vom Alkohol (bspw durch gefrieren), ein echt gutes Rezept, dass dein Fermentat auch schmeckt wenn es nur kurz angegärt ist (schwierig, die resultierende Plörre ist dann halt süßer Malzsaft) oder du verdünnst das durchgegorene Bier und machst mit Süßstoff und wasweißich herum und verstößt damit gegen das Reinheitsgebot (=> rechtliche / Marketingprobleme)

        Brauereien haben halt etablierte Kanäle für Rohstoffbezug und Vertrieb, da mal rasch auf eine andere Getränkesorte schwenken ist…sagen wir sportlich.

        Es ist halt nicht verwunderlich wenn die Generationen, die teilweise erheblich durch Alkoholmissbrauch geprägt wurden und die Möglichkeit haben sich das Wissen anzueignen wie es besser gehen kann, sich dagegen entscheiden. Gut, die allgemeine Tendenz zu weniger Leben im öffentlichen Bereich ist sicherlich auch Teil dieses Trends, aber dort wo es stattfindet sehe ich zumindest, dass mittlerweile nach 1-2 Bier am Abend Schluss ist. Könnte aber auch am Alter liegen weil ja alle Leute Häuser wollen und die erschwinglichen übers Land verteilt sind.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          16 hours ago

          Für die ganz kleinen Handwerks(“Craft”)-Brauereien würde ich das gelten lassen, aber wie viel Prozent des Absatzes machen denn diese Mini-Brauereien aus? Selbst die lokale Biermarke bei mir um die Ecke mit ca. 130 000 hl Jahresproduktion hat zwei Sorten Alkoholfreies im Programm.

          • da_cow (she/her)@feddit.org
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            10 hours ago

            Selbst die lokale Biermarke bei mir um die Ecke mit ca. 130 000 hl Jahresproduktion hat zwei Sorten Alkoholfreies im Programm.

            Wobei da halt immer die Frage ist, ob das gut oder halt Rattengift ist. Meine kleinen Lokalbrauereien von denen ich hin und wieder mal was trinke, haben nämlich letzteres. Das Zeug ist wirklich hart wiederlich.

            • rumschlumpel@feddit.org
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              16 minutes ago

              Die Leute die ich kenne, die gerne Pils trinken, schwören auf die Marke. Das Helle finde ich persönlich auch sehr gut, wobei ich mir sicher bin, dass viele Biertrinker es hassen würden, weil es extrem mild ist. KP wie das Alkoholfreie ist, aber ich würde davon ausgehen, dass alkoholfreies Pils mittlerweile ein gelöstes Problem ist und es daher nicht so wahrscheinlich ist, dass sie ein gutes Standard-Pils aber ein schlechtes alkoholfreies Pils machen.

              Die Preise der Marke sind auch bei weitem nicht günstig genug, um mit Bier das keiner mag 130 000 hl abzusetzen.

  • Ravi@feddit.org
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    18 hours ago

    Habe letztens in einem großen Rewe versucht alkoholfreies dunkles Bier zu bekommen. Das einzige was es gab war Pils. Das Gulasch hat dann naja geschmeckt.

    • rumschlumpel@feddit.org
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      17 hours ago

      TBH hab ich noch nie alkoholfreies Dunkles gesehen. Ich glaube, das erste, was ich in der groben Richtung jemals gesehen habe, war seit letztem Monat alkoholfreies Guinness beim lokalen Getränkemarkt.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          11 minutes ago

          Nice, da muss ich mal schauen. Ich glaube, ich habe von denen mal ein alkoholfreies Weizen gekauft, das ich sehr gut fand.

      • ConstructiveVandalism@piefed.zip
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        16 hours ago

        hab das neulich probiert und war wirklich überrascht. Ich trinke auch andere alkoholfreie Biere gerne, aber sie schmecken meist schon anders (nicht schlechter) als ihre alkoholhaltigen Pendants. Aber das Guiness 0,0 hat genauso wie die normale Variante aus der Dose geschmeckt.

        Werde mal einen Blindtest machen müssen, aber scheinbar gibts hier wirklich gar keinen Grund mehr die Variante mit Alkohol zu kaufen.

        • rumschlumpel@feddit.org
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          16 hours ago

          Aber das Guiness 0,0 hat genauso wie die normale Variante aus der Dose geschmeckt.

          Kann ich bestätigen. Mag Dosen-Guinness aber nicht … obwohl viele darauf schwören und ich Guinness vom Fass, das ja auch mit Stickstoff statt Kohlensäure ist, sehr mag, schmeckt das aus der Dose für mich einfach nur schal. Dann lieber aus der Flasche mit Kohlensäure, auch wenn das auch deutlich schlechter ist als vom Fass und kaum den hohen Preis wert ist.

      • Ravi@feddit.org
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        17 hours ago

        Ich auch nicht. Das mag ich persönlich lieber als Pils (nicht nur zum Kochen).

        • rumschlumpel@feddit.org
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          16 hours ago

          Ja, ich trinke auch am liebsten Biere mit Röstaromen - Dunkles, Schwarzbier, Irish Red, Stout, hauptsache man schmeckt keinen Hopfen und es ist nicht so langweilig wie Weizen. Bei alkoholfreien Bieren siehts da echt dünn aus, und ich mag leider auch Dosen-Guinness (das es jetzt halt auch alkoholfrei gibt) nicht da keine Kohlensäure.

  • Captain Baka@feddit.org
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    18 hours ago

    Nach Einschätzung des Deutschen Brauerbundes (DBB) spielen neben einem gesünderen Lebensstil und veränderten Trinkgewohnheiten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. “Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren”, erklärte Holger Eichele, Hauptgeschäftsführer des DBB.

    Mr Krabs und die Mikrovioline

    Es wird auch mal Zeit dass wir in Deutschland zumindest ein bisschen von dieser geradezu pervertierten Zugewandtheit zum Alkohol wegkommen.