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Cake day: June 22nd, 2023

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  • Stifte sind neu.

    Normalerweise bemalt man Modellbausätze, Miniaturen, Büsten etc, indem man eine Farbe auf einer Palette zur richtigen Konsistenz verdünnt und dann auf die zu bemalende Oberfläche aufbringt. Für gewöhnlich benutzt man da für viele Arbeitsschritte, insbesondere das Aufbringen auf besagte Oberfläche, mit einem passenden Pinsel.

    Vor ein paar Monaten sind in meinem Hobbyladen plötzlich Stifte aufgetaucht, die ein Reservoir mit Acrylfarbe im Griff und eine relativ stabile Pinselspitze (irgendwo zwischen Edding und dickem Haarpinsel) mitbringen. Kein Verdünnen mehr, kein Pinselauswaschen, einfach den Stift etwas schütteln und das Modell anmalen.

    Das funktioniert ganz okay für Modelle mit großflächigen Oberflächen und für Grundfarben. Highlighten, Schattierungen, Detailarbeit, von fortgeschrittenen Techniken wie dem Malen von Metall ohne Metallfarben (non-metallic metal, NMM) ganz zu schweigen, läuft damit nicht so.

    Ich stells mir ganz cool vor für Tabletop- und Brettspieler*innen, die zwar bunte Figuren aufs Feld stellen wollen aber nicht so Bock aufs Malen haben, oder für Leute die größere Armeen (ggf in kurzer Zeit) fertig kriegen wollen.
    Für die, die um des Malens willen malen oder höhere Ansprüche an die eigenen Figuren stellen als “Sieht auf dem Tisch aus nem Meter Entfernung gut aus”, sehe ich ich da aber nur geringes Potenzial.

    Trotzdem ein wildes Konzept, malen mit Stiften, wer denkt sich sowas aus xD.



  • Tjoa. In einem Land, in dem man teils etlixhe Monate auf Facharzttermine warten muss und die Versorgungsdecke insbesondere im ländlichen Bereich immer dünner wird, kann man es den Patient*innen kaum vorwerfen, wenn sie solche Angebote annehmen. Und im Kapitalismus ist es nunmal so, dass wenn es einen Bedarf gibt, der nicht gedeckt wird, gibt es auch einen geldgierigen Konzern, der früher oder später ein entsprechendes Angebot machen wird.

    Jetzt gibt es drei Möglichkeiten. Entweder, man spricht eine Warnung aus, oder man sorgt dafür, dass die Versorgungslage besser wird oder man arbeitet mit besagtem Konzern zusammen, bietet Aus- und Weiterbildungen an, damit die Tests sicher durchgeführt und sauber ausgewertet werden können, teilt Laborkapazitäten (stockt sie ggf auf) etc.

    Einfach nur warnen und es dabei belassen bringt nichts, aber Hauptsache, man war dagegen.
    Die Versorgungslage auf ein stabiles Niveau zu bringen wäre das beste, dafür braucht es aber auch entsprechenden politischen Willen - oder anders gesagt, mit unserer derzeitigen Regierung wird das nichts.
    Wie umsetzbar drittens ist, kann ich nur schwer beurteilen, aber es scheint mir doch die am ehesten machbare Option mit dem größten Gewinn für die Patient*innen zu sein.