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Cake day: June 22nd, 2023

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  • Kannst du lesen und verstehen? Mein Problem ist nicht, ob die Tagesschau ein paar Fakten richtig stellt. Mein Problem ist, dass man Politiker*innen in Interviews reden lässt und nicht nachhakt und nicht infrage stellt, worauf diese ihre Meinung begründen, sondern dass das Gesülze, das aus ihren Mündern kommt, als gleichwertig neben wissenschaftliche Expertise gestellt wird. Da müsste stehen: “Auf Nachfrage konnte Frau Connemann nicht erklären, auf welchen wissenschaftlichen Forschungsergebnissen ihre Aussage fußt,” oder etwas in der Richtung.

    Das Extrembeispiel für mein Problem wäre Fabian Köster im Interview mit Markus Söder beim Thema Verbot von an Kinder gerichteter Werbung für Süßigkeiten und Co.
    Da konfrontiert Köster Söder mit einer Studie, die besagen soll, dass ein hoher Anteil der befragten Eltern ein derartiges Werbeverbot befürworteten. Söder antwortet: “Des gaub i net!”
    Was wäre die richtige Reaktion? Nachfragen, was Söder an der genannten Studie kritisiert und unglaubwürdig findet und warum, auf welchen wissenschaftlichen Ergebnissen seine Meinung begründet ist etc.
    Was sagt Köster? “Das ist aber so.”

    DAS ist mein Problem. DA gehört nachgefragt. Dass drumrum erklärt wird, ist sicherlich nicht unwichtig oder zu vernachlässigen. Aber ohne das Nachhaken ist der Job nicht vollständig erledigt. Da fehlt einfach was. Und das führt dazu, dass die Rechtspopulisten in Talkshows oder auf Tiktok einen dampfenden Haufen Scheiße erzählen und niemand sie kritisch hinterfragt.



  • Ich kotz im Strahl. Nicht wegen der Connemann, dass Politiker irgendeinen unfundierten Blödsinn raushauen, ist ja nichts ungewöhnliches. Aber die vierte Gewalt macht ihren Job mal wiedee bestenfalls schlecht.
    Wo ist das Nachhaken, wo ist die Frage: “Frau Connemann, wie kommen sie darauf, was genau stört sie an den Aussagen des Wissenschaftlers und auf welchen Studien und Nachforschungen begründen Sie ihre Meinung?”
    Das originale Interview finde ich gerade nicht (warum ist das nicht verlinkt?), deswegen weiß ich nicht, ob Panorama das vergeigt hat oder ob die Tagesschau es vergeigt hat, den Teil mitzunehmen. So oder so, es wird nicht weiterkommuniziert und nicht eingeordnet, dass Connemann ihren Schwachsinn auf nichts aufbaut.


  • Erstmal danke für die Erklärung zu den Registern. Nicht, dass ich das wirklich verstünde oder einordnen könnte, aber solche Details hätten dem Artikel sicher gut getan.

    Ich war eigentlich dabei zu schreiben dass das meiste dabei war, aber das stimmt halt tatsächlich gar nicht.

    Ich weiß leider nicht, was du damit meinst. Das meiste wovon und was stimmt nicht?

    Es scheint auch, dass du mich etwas missverstanden hast. Ich habe nicht das Akkordeon bewertet oder sagen wollen, dass es kein umfangreiches Instrument wäre. Solche Aussagen kann ich gar nicht treffen, weil ich har nicht genug Ahnung habe. Ich bin ein absoluter Musik-Pleb ohne Talent, Bildung oder eigene nennenswerte Erfahrung.
    Ich habe die Darstellung des Instruments im Artikel als unspezifisch kritisiert, weil ich finde, dass man vieles auch auf einige andere Instrumente anwenden könnte. Als Beispiel:

    Beim Spielen erlebe man die Entstehung der Töne quasi mit: “Wir sind der Ton, wir sind eins. Und das ist das Besondere am Akkordeon.”

    Beim Spielen erlebe man die Entstehung der Töne quasi mit: “Wir sind der Ton, wir sind eins. Und das ist das Besondere der Gitarre.”

    Ich wollte auch nicht das Akkordeon mit Gitarre und Bass im Umfang der möglichen erzeugbaren Töne oder so vergleichen - nochmal, das kann ich gar nicht (allerdings gibt es auch Gitarrenorchester - wieder was gelernt). Ich kann mir vorstellen, dass viele Instrumente auf unterschiedliche Arten eine große Varianz aufweisen und was eine E-Gitarre mit Pedalen und Verzerrung anstellen kann… Ich schweife ab.
    Worauf ich hinaus wollte, war dass es viele Instrumente gibt, die eine große Bandbreite an Stilen und Genres spielen können, von Barock und Klassik über Volksmusik, Hip Hop, Rock und Metal bis hin zu abgedrehtem Experimentalkram. Das war einfach nur wieder ein Punkt, in dem der Artikel mMm zu unspezifisch war und diese Eigenschaft nicht exklusiv dem Akkordeon zuzurechnen ist.