Autoverkehr reduzieren geht: „Autoparkplätze weichen Fahrradwegen, 30er-Zonen und eine bevorzugte Ampelschaltung für Fahrräder und Öffis erhöhen den Verkehrsfluss: Mit dem Plan Vélo legte der Anteil der mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometer in Paris in sechs Jahren von drei auf elf Prozent zu.“

  • Aniki@feddit.org
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    1 day ago

    Es wäre interessant, durchzurechnen, wie viel Parkplätze kosten würden, wenn sie “fair” berechnet werden würden - also anhand der Stadtüblichen Grundstückspreise.

    Und dann vergleichen mit wieviel sie heute wirklich kosten - also dem Verbraucher, der Rest ist halt Förderung d.h. Steuergelder.

  • PonyOfWar@pawb.social
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    2 days ago

    Homeoffice. Viele Büroarbeiter die jeden Tag pendeln müssen könnten und würden gerne von Zuhause arbeiten. Wenn das Gesetz Arbeitnehmern ein Recht auf Homeoffice (sofern möglich) gäbe, würden sehr viele Autofahrten wegfallen. Im Gegensatz zu ÖPNV ausbauen o.Ä. (was man natürlich auch tun sollte), würde das nicht mal Geld kosten, sondern sparen.

        • Tiefkuehlkost@feddit.org
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          1 day ago

          Meiner Erfahrung nach klappen die rot gefüllten mit durchgehender weißer Trennlinie schon deutlich besser als ungefüllte da die Autofahrer sie eher als ein anderen Weg wahrzunehmen scheinen und zumindest nicht mit Absicht drauffahren, wie bei anderen.

          Aber natürlich würde eine bauliche Trennung nocheinmal mehr Sicherhheit bieten. Persönlich find ich Streifen in der 30er Zone ok, wenn die Autos aber 50 -100 fahren nicht mehr.

          • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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            19 hours ago

            Naja, ich hab jetzt leider keine Statistik zu Häufigkeiten im Vergleich, aber doch, auch rot gefüllte Streifen werden von Autos befahren. Vor allem, wenn man an Ampeln den Rückstau überholen kann.

            Abgesehen davon bleiben die Überholabstände gleich schlecht. Ironischerweise tendenziell sogar bei echten Fahrradwegen (egal ob bunt oder nur eine weiße, durchgezogene Linie) schlechter als bei Radschutzstreifen (gestrichelte Linie, “bei Bedarf” für Autos zum Befahren freigegeben), weil letztere Teil der Spur sind und einen Überholabstand von 1,5m (innerorts, außerorts 2m) erforderlich ist, während “echte” Fahrradwege eigene Spuren sind und beim Vorbeifahren kein gesonderter Überholabstand notwendig ist.
            Darüber hinaus liegen beide Arten von Fahrradstreifen gerne mal so zwischen Fahrbahn und Parkstreifen, dass sie schön genau die Dooringzone markieren und von Radfahrenden daher gar nicht benutzt werden dürften. Aber hält man sich als Radfahrer daran, kann man auf dem Weg zur Arbeit eine ganze Folge Road Rage mit der Dashcam aufzeichnen.

            Baulich getrennt ist die einzige, tatsächlich sichere Möglichkeit, einen Radweg einzurichten. Alles andere ist einenaktive Gefährdung der Radfahrenden.

  • aaaaaaaaargh@feddit.org
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    2 days ago

    Ich lebe sowohl in der Großstadt als auch auf dem platten Land. In der Stadt braucht es einfach weniger Autos und dafür bessere Möglichkeiten, selbige vor der Stadtgrenze zu parken und weiterzufahren. Ja, es gibt Park & Ride, allerdings viel zu überfüllt und viel zu teuer.

    Auf dem Land hab ich das gegenteilige Problem, ich komme ohne Auto nirgendwo hin. Die Busse kommen mal, mal nicht, Züge fahren bis 22:30. Super.

    Also hab ich ein Auto, das in der Stadt im Weg steht, aber das ich auf dem Land haben muss. Alles irgendwie blöd und ich denke, es geht vielen so.

    • Senseless@feddit.org
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      2 days ago

      Erinnere noch noch an Zeiten auf dem Land als man zum feiern gehen im die nächste “Stadt” (ca. 20k Einwohner) mit dem Zug etwa 30 Minuten brauchte. Dann konnte man sich entscheiden den Abend entweder um 21:30 zu beenden oder bis 7 durchzuhalten, weil dazwischen nämlich kein Zug mehr zurück fuhr.

      Edit: Inzwischen sieht es wohl was besser aus, wie ich gerade gesehen habe. Da fährt Freitag bis 0:19 was und dann der nächste etwa 5h später wieder. Der Tenor bleibt jedoch der gleiche: Wenn es ein “weg vom Auto” geben soll, muss auch ohne anfängliche Nachfrage der ÖPNV auf dem Land massiv ausgebaut werden. Wenn man wartet, bis eine entsprechende Nachfrage da ist, passiert gar nichts. Zudem müssen die Preise erschwinglich sein und die Zuverlässigkeit ebenfalls gegeben. Ich kann verstehen, wenn Leute lieber aufs Auto setzen, als auf Bus und Bahn, zum pendeln, wenn selbige regelmäßig durch Unzuverlässigkeit glänzen.

  • Aniki@feddit.org
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    1 day ago

    Also das wird hier wieder runtergewählt werden aber ich sag’s weil ich’s mir denke:

    Es ist durchaus problematisch, einfach zu sagen “wir müssen weniger Auto fahren” weil das ist Autoritär und schlecht begründet. Je höher die Siedlungsdichte, desto mehr macht es Sinn allen Transport über Öffis abzuwickeln. Am Land macht das unterhalb einer gewissen Besiedelungsdichte keinen Sinn. Wenn man hier nicht irgendwo ne Grenze zieht, läuft man gegen ne Wand.

    Zweitens ist der E-Verkehr (egal ob Öffis oder E-Auto) gut, aber erst sobald ein Großteil des Stroms aus Erneuerbaren kommt. Es macht nämlich keinen Sinn, Kohle und Gas zu verheizen um dann im E-Auto zu sitzen. Daher machen E-Autos den meisten westlichen Regionen der Welt erst ab so ca. 2032 Sinn (prognose 30% Strom kommt aus Sonne und Wind). (Ich weiß E-Autos werden auch nicht vom Artikel gefordert. Ich sag’s trotzdem weil’s relevant ist.)

    Drittens, meine Schwierigkeiten mit Fahrrädern hab ich hier vor ein paar Wochen schon mal geschildert. Das ist Ableismus. Es vermutet, dass jeder Mensch körperlich fit genug ist um Fahrrad zu fahren. Das ist illusorisch. Dazu kommt dass ein Sturz vom Fahrrad deutlich gefährlicher ist als ein Sturz zu Fuß. Und das liegt nicht nur am nahen Auto-Verkehr, sondern auch an den anderen Fahrrädern (Möglichkeit von Kollisionen mit Gefahr überfahren zu werden) und der höheren Sturzhöhe/höheren Geschwindigkeit. Dazu kommt, etwas weniger ernst, dass ich keine Lust habe mir dauernd zu merken wo ich mein Fahrrad diesmal abgestellt habe. Das vergesse ich nämlich durchaus im Wirbel des Abends und ich denke, das geht nicht nur mir so. Dazu kommt die Wetterabhängigkeit. Vor einer Woche gab’s hier einen Artikel darüber dass es einfach gefährlich ist bei Eis und Schnee mit dem Rad zu fahren. hier. Kommt von nem Chirurgen der sowas wohl wissen wird. Gefahr von Hüftbrüchen. Und das wird hier einfach übergangen, so als ob da nichts wäre. Leute, so schaut echte Wissenschaftsleugnung aus. Wenn es klare Studien gibt, die sagen, das Fahrrad ist gefährlich bei Eis und Schnee und dann kommentieren Leute “ach Quatsch, ich mach das auch, mir ist noch nie was passiert”.

    • muelltonne@feddit.org
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      24 hours ago

      Zweitens ist der E-Verkehr (egal ob Öffis oder E-Auto) gut, aber erst sobald ein Großteil des Stroms aus Erneuerbaren kommt. Es macht nämlich keinen Sinn, Kohle und Gas zu verheizen um dann im E-Auto zu sitzen. Daher machen E-Autos den meisten westlichen Regionen der Welt erst ab so ca. 2032 Sinn (prognose 30% Strom kommt aus Sonne und Wind). (Ich weiß E-Autos werden auch nicht vom Artikel gefordert. Ich sag’s trotzdem weil’s relevant ist.)

      Da hast du leider etwas nicht verstanden: Selbst im aktuellen Strommix sind eAutos klimafreundlicher. Etwas Mathe gefällig? Braunkohlestrom als wohl schlimmste Stromerzeugungsart produziert 400gr/CO2 pro kWh. Ein eAuto fährt mit so 15kWh/100km, kommt also dann auf 6kg CO2. Benzin hingegen produziert beim Verbrennen eines Liters gleich 2,37kg CO2. Du müsstest also mit 2,5l/100km fahren, um gleich klimaschädlich unterwegs zu sein wie dein Braunkohle-Elektroauto.

      Die Rechnung wird aber schnell sehr viel schlimmer: Der deutsche Strom wird ja nur zu einem kleinen Teil aus Braunkohle produziert. Wir haben jetzt schon über 50% erneuerbare im Netz. Benzin setzt CO2 ja nicht nur bei der Verbrennung frei, sondern auch z.B: durch die Förderung. Wenn wir bei eAutos die schlimmstmögliche Produktionsweise annehmen, müssen wir bei Benzin auch die kanadischen Teersande als Basis nehmen und dann wird es duster. Öl/Benzin muss auch noch transportiert werden und so weiter und so fort.

      • ftbd@feddit.org
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        11 hours ago

        Und noch dazu kommt das Benzin auch nicht emissionsfrei in deinen Tank, sondern wird um die halbe Welt verschifft.

    • Aufgehtsabgehts@feddit.org
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      1 day ago

      Da steht doch “weniger” Autofahren, nicht “kein” Autofahren mehr. Und das erreichst du mit

      • einer höheren Öffi-Dichte
      • einer separaten Fahrrad- und Fußgänger-infrastruktur, die im Winter so gut wie die Straßen geräumt wird.
      • Tempo 30 in Städten

      Was genau stört dich daran?

      Den Ausbau von Fahrradinfrastruktur nicht zu befürworten, weil du darin Ableismus siehst, ist schon sehr kreativ, das hat wirklich nichts miteinander zu tun. Klar wird das runtergewählt. (Edit: Im Gegenteil, die Rote-Kreuz-Fahrzeuge kommen bei weniger Verkehr und beweglichen Modalfiltern besser durch die Stadt. Tempo 30 erhöht die Sicherheit und Lebensqualität für alle. Eingeschränkte Personen werden nicht zum Autofahren gezwungen, was die Sicherheit auf den Straßen weiter erhöht.)

      Die Chirurgen, die zustimmen, dass Fahrradfahren bei vereisten Wegen gefährlich ist, würden sicher zustimmen, dass man das Problem mit geräumten Wegen lösen kann. Und jeder Arzt würde sicher zustimmen, dass es dem durchschnittlichen Bürger gesundheitlich besser gehen würde, wenn mehr Fahrrad statt Auto gefahren würde.

      Und E-Autos machen jetzt schon total Sinn (weniger bewegliche Teile, Lärmreduzierung, weniger Abhängigkeit von Öl, etc.), aber viel wichtiger wäre es, die Anzahl der Autofahrer zu reduzieren.

    • geissi@feddit.org
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      1 day ago

      Es ist durchaus problematisch, einfach zu sagen “wir müssen weniger Auto fahren” weil das ist Autoritär und schlecht begründet.

      Warum man weniger Autoverkehr haben sollte ist schon oft und breit diskutiert worden. Nicht jeder Artikel zum Thema muss erneut bei Karl Benz anfangen.

      Es ist teuer, laut, gefährlich, Platzverschwendung, schadet Gesundheit und Umwelt, etc

    • CyberEgg@discuss.tchncs.de
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      21 hours ago

      Also das wird hier wieder runtergewählt werden aber ich sag’s weil ich’s mir denke:

      Du wirst runtergewählt, weil du Schwachsinn von dir gibst.

      Abgesehen davon, dass dein zweiter Absatz nichts mit “weniger Autos” zu tun hat und deine Rechnung auch noch falsch ist, argumentierst du die ganze Zeit als würden Autos komplett verboten werden und alle müssten Fahrrad oder Öffi fahren. Thema verfehlt, setzen sechs.

      • Chris@feddit.org
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        8 hours ago

        Auch wenn ich dir inhaltlich komplett zustimme, wäre eine andere Wortwahl besser geeignet für die Debatte.

    • ftbd@feddit.org
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      21 hours ago

      Wenn Mensch die letzten 40 Jahre mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren wäre statt wirklich den ganzen Tag zu sitzen und viel zu wenig Sport zu treiben, wäre Mensch auch jetzt vmtl. körperlich fit genug, um Fahrrad zu fahren. Hier geht es ja nicht nur um den ist-Zustand, sondern auch um eine positive Gesellschaftsentwicklung in der Zukunft.

      Und wer das wirklich nicht möchte, darf ja auch gerne Auto fahren. Die Kosten die dabei entstehen können dann selbst getragen werden statt sie auf die Allgemeinheit auszulagern.