Der Kollege aus dem Einkauf hat bei einem zwielichtigen Händler für 100k Chips bestellt weil die dort so günstig waren. Dort haben sie nur ⅓ des regulären Preises gekostet. Es kamen zwar Chips an, aber 96% nicht in der Geschwindigkeitsstufe und Temperaturbereich die wir brauchen. Produktionsstopp, alles brennt.
Jetzt stehen sie wieder da und müssen Nachschub besorgen. Der Plan ist jetzt beim nächsten zwielichtigen Händler zu bestellen, für neun ähnlichen Preis. Der Händler will Bilder der Ware schicken, allerdings erst nachdem die Bestellung eingegangen ist. Immerhin sitzt der in Deutschland, so die Begründung. Na Prost Mahlzeit.
In eigener Sache: sucht hier jemand einen Elektronikentwickler?
Einen Mitarbeiter für 2 Tage loszuschicken, um den Händler (der ja in Deutschland ist) zu besuchen kostet vielleicht 500€.
Oft stinkt der Fisch vom Kopf her. Da sitzt dann jemand weiter oben, guckt dem Einkauf auf die Finger und macht Vorgaben, wie viel Geld die ausgeben können. “Also ich hab das mal gegoogelt und find hier 10 Optionen, die günstiger sind. Warum habt ihr soviel Geld dafür ausgegeben?” Oder die Boni sind an Ziele in der Kostenreduktion geknüpft oder ähnliche Späße.
Wenn man den Händler noch nicht kennt, verstehe ich aber auch nicht warum man nicht erst eine Testcharge anfordert und damit testet, ob die Qualität für den Zweck reicht. Das ist nämlich absolut üblich, erstmal verschiedene Hersteller zu testen und die meisten vernünftigen Produzenten schicken Testchargen kostenlos oder nur zu Versandkostenpreis wenn die Aussicht auf längerfristige Kooperationen besteht.
Das sind FPGAs. Da gibt es genau den einen Hersteller. Alle anderen für diesen spezifischen Chips sind Händler. Das Problem mit solchen zwielichtigen Händlern ist, das die auch das Spielchen mit Testchargen kennen. Da bekommst du garantiert das was du wolltest. Die gehen sogar soweit, das auf den Rollen auf denen die Angeliefert werden, die ersten und letzten handvoll an FPGAs originale sind und dann eben dazwischen schmu betrieben wird.
Der Fisch stinkt ganz gewaltig bei uns vom Kopf. Alle Bestellungen/ Beschaffungen müssen inzwischen vom GF persönlich abgezeichnet werden. Das macht der allerdings auch nur einmal die Woche Donnerstag. Du hast den Prototypen Auftrag gerade so nicht rechtzeitig fertig bekommen? Tja, direkt wieder ne Woche verloren. Ich wollte Anfang Dezember ein Kabel bei uns aus dem Lager, was vorrätig in ner Box liegt. Vor 3 Tagen hab ich das bekommen, weil da erst noch Lieferschein, Unterschrift GF etc. passieren musste. Aber auf der anderen Seite von Prozesse optimieren und effizienter Arbeiten schwafeln. Dieser Schwachsinn wurde alles letztes Jahr eingeführt. Davor hatten wir einen Prototyenbauer. Da bist du hin, hier sind die Dateien bestellt 5 Stück, okay vom vorgesetzten und gleicher Tag ging das raus. Jetzt dauert so ne Bestellung eben 3-4 Wochen.
Der Kollege aus dem Einkauf (mit Chips, Symbolbild):

Später im Untersuchungsausschuss: “In der damaligen Situation mussten wir schnell Entscheidungen treffen, da sich die Chips-Preise teilweise stündlich änderten. Vor 3 Jahren war ich Taufpate des Sohnes von Herrn Funny, der mich damals beim Hauskauf unterstützte, darüber hinaus sind wir jedoch nicht umfassend miteinander bekannt.”
Die Chips werden einander viel verzeihen müssen.
Wer billig kauft, kauft 2 mal. Meistens…
In Griechenland wird gesagt: ich bin zu arm um billig zu kaufen.
Gefällt mir
Bei 96% Fehlkauf eher 25 mal…
Man kann auch 3 mal billig kaufen. Oder 4 mal. Je nachdem, wieviel die Dummheit und der Geldbeutel zulässt.
Basierend darauf das wir ein halbes Jahr Kurzarbeit hatten, weiß ich nicht wie lange wir das durch halten.
Die Entscheidung liegt wohl nun beim eingestellten Geschäftsführer und vielleicht wird dann seine Expertise in der Abwicklung von Unternehmen voll ausspielen.
ein halbes Jahr Kurzarbeit hatten
Oh, ich hoffe wir sind nicht Kollegen
Kommt drauf an, bei mir hat über die Kurzarbeit die Hälfte des Elektronik Teams gekündgt und natürlich wird nicht wieder eingestellt.
Dann sind wir keine Kollegen
Bei meinem letzten Arbeitgeber (IT-Systemhaus) hat ein Kollege im Microsoft Volume License Center mit einem einzigen falschen Mausklick Lizenzen für 16000€ auf den falschen Kunden gebucht.
Er hat es dann innerhalb der nächsten Woche tatsächlich geschafft, sich bei Microsoft solange durchzutelefonieren, bis er den Chef-Entwickler des Licensing Centers am Apparat hatte. Der hat ihm dann bestätigt, dass es keine Möglichkeit gibt, das zu stornieren, umzubuchen, oder die Lizenzen auf einen anderen Tenant zu übertragen.
Die Funktion war geplant, aber noch nicht implementiert.
Und wenn die Firma nicht zahlt, behält Microsoft sich vor, den Account zu sperren, was ca. 200 Kunden arbeitsunfähig gemacht hätte.(Der Chef hat dann angefangen, Alternativen zu Microsoft zu recherchieren, die er Kunden anbieten kann. Aber es gab nichts was die Kombination von Outlook, Exchange und AD zufriedenstellend abbilden konnte.)
Aber es gab nichts was die Kombination von Outlook, Exchange und AD zufriedenstellend abbilden konnte.
Das heisst aber nicht dass (FLOSS) Alternativen nicht das bieten können was M$ bietet.
Solange Leute eine 100% Drop-in Lösung suchen, ohne anfänglichen Reibungsverlust, wird das nie was.
Der Staat sollte Leuten die den Wechsel machen ein Startgeld auszahlen, wie das bei neuen Selbstständigen auch ist. Dann fluppt das plötzlich mit den EU-und-FLOSS-Alternativen!
Ich denke auch, dass man mit LibreOffice, Thunderbird, OpenLDAP, CalDAV, Nextcloud, u.ä. alles abbilden kann.
Inzwischen gibt’s ja sogar Turnkey-Lösungen.Ich versteh eh nicht, warum immer auf eine lokale client Software beharrt wird. Heutzutage ist das alles via Browser machbar, wir arbeiten seit 20 Jahren so. Gibt ja heute genug Lösungen, die auch on premise laufen. Da ist man dann auch beim OS viel unabhängiger.
Das einzige, was mich daran nervt ist es immer zig Browsertabs offen zu haben UND dann noch die Webrecherchen usw. Zusätzlich in weiteren Tabs zu behalten.
Da hilft dann nur der Kiosk-Modus (oder App-Modus) der Browser. Blöde nur, wenn ich in den Webapps dann ggf. auch wieder mehrere Tabs brauche…
…oder die Standard-Antwort des Helpdesks bei Problemen ist, dass man bitte den gesamten Cache und alle Cookies löschen soll - und nicht nur selektiv für App.meine-Firma.de - und die beim screensharing dann auch auf „alles“ bestehen…
Dafür hab ich im Browser mehrere Profile oder bei Firefox Container. Tabs kann man auch vom “Hauptfenster” lösen - also ob da jetzt ein Mailclient läuft oder das ein Browserfenster ist, kommt dann ja auch nicht mehr drauf an.
Ja, nur… Ich darf nur Edge nutzen und Profile sind nur für User erlaubt, ich kann keine „Anwendungsprofile“ o.ä. Anlegen.
Extensions darf ich nicht nutzen, somit bleiben nur Tab-Gruppen. Wobei Edge bei Alt-Tab jeden Tab als eigenes Fenster in die Liste bringt, sodass es hier schnell unübersichtlich wird.
App-Symbole in der Taskleiste gehen nur mit dem App-Modus von Edge, dann sind dort aber keine Tabs möglich. Die landen dann im normalen Browserfenster.
Generell ist halt die Navigation zwischen mehreren Anwendungen dann ein Krampf in der Konstellation.
Immerhin haben wir für die normalen User eine eigene Custom Webapp, in der sie alles bequem in eine Fenster erledigen können und und nur wir Admins und Entwickler müssen uns damit rumschlagen, dass wir in der offiziellen Webapp des System fast immer mit mehreren Tabs arbeiten müssen…
Macht schon einen Unterschied. In dem Platz in dem Firefox seine Tableiste unterbringt ist z.B. bei FreeCad schon die erste Leiste an Aktionen untergebracht. Jede Anwendung die von CSD gebraucht macht verliert damit sofort einiges an Display platz.
Das hätte ich dann mal juristisch prüfen lassen. Nur weil deren Software etwas nicht kann, heißt nicht, das sie es nicht tun müssen.
Wurde gemacht.
Aber es gibt im B2B keinen Käuferschutz und kein gesetzliches Rückgaberecht, weil der Gesetzgeber davon ausgeht, dass beide Vertragsparteien gleich stark sind und keine schützenswerten persönlichen Grundrechte betroffen sind. Also gilt Vertragsfreiheit.
Wenn du als Unternehmen bei der Einrichtung des Volume Licensing Centers zustimmst, dass Käufe über das Portal bindend sind, kommst du da nicht raus.Entzückend!
Noch ein Grund mehr für meine Paranoialiste. Also falls ich mich irgendwann man selbstständig mache ist allein die Angst “Irgendein Depp muss sich nur verklicken” schon Grund genug, NIEMALS nur in die Nähe des Gedankens “Ich brauche ein Windowssystem” zu kommen. Nicht, dass das je auf dem Tisch war, aber jetzt gräbt sich der Keller halt tiefer
Das ist aber im Einkauf allgemein so, bei allen Business-Portalen. Deshalb sollte man sich als Eigentümer sehr genau überlegen, wann und ob man überhaupt Mitarbeitern die Berechtigung zum Einkauf erteilen will.
Nur das Microsoft VLSC war halt schon besonders schlecht gemacht.
Das sind 32000 Mark. 64000 Ostmark. 640000 Ostmark aufm Schwarzmarkt.
Von den bisherigen !ich_iel@feddit.org-Pfostierungen hätte man 0.003039 % der DDR entschulden können.
Ich hatte mal einen Kollegen, der hat mal aus Versehen für unsere kleine Kaffeeküche Filtertüten im Wert von 43 Milliarden € gekauft.
Das sah der Chef dann eher kritisch; er meinte, davon hätte man mehr oder weniger die komplette DDR entschulden können, und sowieso, was ihm überhaupt einfiele, denn so viele Westpakete hätten die nie bekommen, dass man die Filtertüten alle hätte gebrauchen können…
Ergebnisoptimierung durch Anfordeungminimierung.









