In Washington wird am heutigen Mittwoch über Grönland und die US-Pläne einer Übernahme gesprochen. Außenminister Marco Rubio empfängt dazu seinen dänischen Amtskollegen Lars Løkke Rasmussen und die für Außenpolitik zuständige grönländische Ministerin Vivian Motzfeldt. US-Vizepräsident J. D. Vance will ebenfalls teilnehmen. Er betonte im Vorfeld die Sicherheitsinteressen der USA und riet den Europäern, Trump in der Angelegenheit ernst zu nehmen. Europas Presse skizziert einen folgenreichen Interessenkonflikt innerhalb der Nato.
Grönland hat sich bewusst vor den Gesprächen im Weissen Haus für Dänemark ausgesprochen, und zwar erst vorgestern:
https://www.theguardian.com/world/2026/jan/13/jd-vance-to-host-greenland-talks-at-white-house
Alle anderen Interpretationen halte ich jetzt erstmal für spekulativ, meist FUD, und daher den Amis in die Taschen spielend.
Der Link des Themenerstellers aggregiert übrigens nur verschiedenste Zeitungsartikel, da kann sich dann jeder das passendste rauspicken.
Ja, OP kennt das Prinzip von Eurotopics.
Und mir ist bewusst, dass die 100.000$ nicht für die Dänische Regierung sein sollen, sondern für die Einwohner Grönlands, von daher macht der Bezug zum Gespräch von vor zwei Tagen wenig Sinn.
Merz erzählt auch viel, dem ich nicht zustimmen würde.Das ist eine sehr seltsame Antwort. Hat doch alles jetzt erstmal nix mit Merz zu tun?
mir ist bewusst, dass die 100.000$ nicht für die Dänische Regierung sein sollen, sondern für die Einwohner Grönlands
Das ist mir auch bewusst. Habe ich auch nicht behauptet.
Es geht darum dass Trump die Stimmung der Bevölkerung kippen will, deshalb ist es in dem Punkt egal, wie die Regierung sich positioniert; der Punkt ist das öffentliche Meinungsbild zu ändern.
Wenn der PM sagt, dass die dänische Regierung das nicht will, muss dass nicht die öffentliche Meinung der Bevölkerung widerspiegeln, deswegen der Vergleich mit Merz.
Dies halte ich auch für sehr wahrscheinlich:
„Wenn Trump an Grönland dranbleibt, bekommt er die Insel – ohne Gewalt. … Der Deal wird nicht mit Kopenhagen gemacht, sondern direkt mit den 57.000 Grönländern. … Wenn Trump jedem Grönländer 100.000 Dollar Begrüßungsgeld bietet (macht 6 Milliarden; ein Taschengeld für diese US-Regierung) – plus US-Staatsbürgerschaft und volle Autonomie wie für die US-Karibikinsel Puerto Rico –, könnte selbst der härteste grönländische Unabhängigkeitsapostel weich werden. Puerto Rico hat bisher sechsmal über eine Unabhängigkeit abgestimmt und selbst im besten Ergebnis 2024 mit nur 12 Prozent für die Loslösung von den USA votiert.“
Die 100.000 Dollar werden auch bitter nötig sein für die erste Rechnung, sobald sich die Grönländer mit dem US-Gesundheitssystem rumschlagen müssen.
Ich eher für unwahrscheinlich. Die aktuelle Stimmung ist nicht pro-amerikanisch und die Grönländer sind sich dem Wert der Insel und Ressourcen sehr bewusst. Auch kennen sie den Wert der kostenlosen Bildung und des funktionierenden Gesundheitssystems.
Hier stehen Kulturen im sehr krassen Gegensatz.
Das ist ja die Frage der Ausgestaltung, deswegen auch die Anmerkung mit Puerto Rico und deren volle Autonomie.
Ich kenne nicht das tatsächliche Stimmungsbild der Grönländer bezüglich dessen und vieler anderer Themen … aber die USA sind mit allen Dingen die dort momentan passieren noch lange nicht unattraktiv für viele geworden.aber die USA sind mit allen Dingen die dort momentan passieren noch lange nicht unattraktiv für viele geworden.
Woran machst du das fest? Insbesondere für Grönland, wo du ja nach eigener Aussage das Stimmungsbild nicht kennst?
Die letzte Umfrage zu diesem Thema vor rund einem Jahr ergab jedenfalls, dass 85% der Grönländer*innen eine Zugehörigkeit zu den USA ablehnen und mir ist auch nicht bekannt, dass die Stimmen aus Grönland in letzter Zeit irgendwie positiv gegenüber diesen Ideen gewesen wären.
Woran machst du das fest? Insbesondere für Grönland, wo du ja nach eigener Aussage das Stimmungsbild nicht kennst?
Das war keine Aussage speziell für die Grönländer, sondern allgemein.
Es ist mitnichten so, dass keine Menschen mehr in die USA reisen, oder ein Visum beantragen, oder oder…
Die USA haben einen Knick, aber Trump ist nicht für immer da.Die letzte Umfrage zu diesem Thema vor rund einem Jahr
wurde ohne die angebotenen 100.000$ erhoben
Wenn mir jemand anbietet, dass ich 100.000$ bekomme und dafür in einer amerikanischen Exklave lebe… ich weiss ja nicht.
Wenn mir jemand anbietet, dass ich 100.000$ bekomme und dafür in einer amerikanischen Exklave lebe… ich weiss ja nicht.
Man geht halt dann den selben Handel ein der von Kolonialreichen immer gerne getrieben wurde: Glasperlen gegen Territorium - und ehe man sich versieht sitzt man in einem Reservat mit Pockendecken…
Also alles Fühli-Fühli bei dir, okay.
Die Umfrage vom letzten Jahr ist nunmal fie aktuellste, die wir haben. Aber auch seit besagtem Angebot kamen keine Stimmen aus Grönland, die dem positiv gegenüberstünden. Im Gegenteil, sowohl der aktuelle grönländische Premier als auch eine der beiden Repräsentant*innen Grönlands im dänischen Parlament haben klare Ablehnung geäußert.
Du hast also keine Datenlage, die deine Behauptung stützt.
Brudi ich hab einen Artikel geteilt und eine der Aussagen für wahrscheinlich gehalten.
Ich hab nie Thesen aufgestellt wie sich etwas verhalten wird, noch was ich mir vom Herzen wünsche, auf eine Disskusion wer ‘Recht’ hat und wessen Umfrage oder Bauchgefühl wahrer ist, hab ich kein Bock.und eine der Aussagen für wahrscheinlich gehalten.
Aber halt nicht vernünftig nachvollziehbar begründen können, warum du das für wahrscheinlich hältst.
auf eine Disskusion wer ‘Recht’ hat und wessen Umfrage oder Bauchgefühl wahrer ist, hab ich kein Bock.
Aber darum gehts auch nicht?
Wenn Trump an Grönland dranbleibt, bekommt er die Insel – ohne Gewalt. … Der Deal wird nicht mit Kopenhagen gemacht, sondern direkt mit den 57.000 Grönländern.
Die haben sich aber erst kürzlich auf höchster Ebene noch einmal ausdrücklich mit Dänemark solidarisiert. Halte also auch ich für unwahrscheinlich. Und wie sollen die Bitte an Dänemark vorbei einen Deal machen?
Wenn Trump jedem Grönländer 100.000 Dollar Begrüßungsgeld bietet (macht 6 Milliarden; ein Taschengeld für diese US-Regierung) – plus US-Staatsbürgerschaft und volle Autonomie wie für die US-Karibikinsel Puerto Rico –, könnte selbst der härteste grönländische Unabhängigkeitsapostel weich werden. Puerto Rico hat bisher sechsmal über eine Unabhängigkeit abgestimmt und selbst im besten Ergebnis 2024 mit nur 12 Prozent für die Loslösung von den USA votiert.
Also erstmal ein schlechter Vergleich weil Puerto Rico ja jetzt schon quasi Teil der USA ist.
Abgesehen davon finde ich diese Sichtweise - jeder ist käuflich wenn der Preis stimmt - zynisch und irgendwie amerikanisch. Wäre ja auch nur kurzfristig von Nutzen, und abzuwägen gegen die Nachteile die so ein Deal mit sich brächte.
Und was wollen Grönländer mit Amerikanischer Staatsbürgerschaft? Gerade heutzutage hört sich das eher nach einem Nachteil an.
Bisher hatte ich den Eindruck dass man da sowohl in Grönland als auch in Dänemark weitsichtiger ist.Aber mit den 100k könnte man locker zweimal zum Arzt gehen unter dem neuen System. Oder ein Kind bekommen, das kostet dich auch so viel, wer will das denn nicht annehmen?
Das würde vermutlich funktionieren, aber ich habe bisher nicht den Eindruck, dass Trump so eine gewaltlose Lösung in Erwägung zieht.




