Zahlen statt Horrorbilder: Die Allianz pro Schiene hat Unfälle der letzten zehn Jahre ausgewertet, um die Sicherheit von Bahn und Auto zu vergleichen.
Klar ist Bahnfahren sicherer, wenn der Zug garnicht kommt. /s
Die im Artikel beschriebene Wahrnehmung einiger Menschen, Zug fahren sei gefährlich und Auto fahren sei sicher, überrascht mich doch sehr. Spurwechsel ohne Blinken auf der stark befahrenen Autobahn, auf Parkplätzen nicht auf Passanten achten, etc. … es sind schon viele schlechte Autofahrer unterwegs.
Es widerspricht auch aller menschlichen Erfahrung: Ich kenne keinen, der jemals einen Zugunfall gehabt hat. Dafür aber mehrere, die Autounfälle hatten. Die Nachrichten sind voll mit Autounfällen, aber Zugunfälle tauchen zwar alle auf, sind aber deutlich seltener.
Ich glaube die Leute haben nicht unbedingt for Zugunfällen Angst, sondern vor anderen Menschen im Zug. Liest man oft genug als Argument warum manche Leute keinen ÖPNV benutzen wollen.
Das kommt halt davon wenn eine Gesellschaft eine kollektive Angststörung hat. Befeuert durch Politiker und Medien, aber man muss auch erstmal dumm genug sein, die Propaganda zu glauben.
ZUG GROẞ
Hast du dir mal überlegt, wie ein Zug einem Hindernis ausweichen soll? Und der Bremsweg erst! Und so ein ICE mit über 200km/h - unverantwortlich so zu rasen, sage ich dir!
/s
FREIE FAHRT FÜR FREIE ZÜGE
THOMAS SCHNELL
Natürlich ist Zug fahren sicherer. Und komfortabler. Und günstiger.
Aber halt nicht mit der Deutschen Bahn. Da ist jede Fahrt eine Zitterpartie und körperliche Strapaze. Leider.
Ich habe wirklich das Gefühl, die Wahrnehmungen sind da zumindest regional sehr unterschiedlich. Ich fahre recht viel Bahn, wobei ich nicht Pendel. Nach meinen Statuspunkten für knapp 2000 € im Jahr, das sind Privatreisen aber auch viele Dienstreisen.
Klar habe ich hin und wieder 20 Minuten Verspätung, es ist im letzten Jahr auch mal vorgekommen, dass ein Zug ganz ausfiel. Im großen und ganzen komme ich aber eigentlich immer gut an mein Ziel und bin sehr froh dass ich kein Auto fahren muss. Und da kann ich auch im Stau stehen.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen würde ich Bahn fahren nie als körperliche Strapazen bezeichnen… Vielleicht fahre ich aber auch auf zufällig besseren Strecken, bin hauptsächlich in Mitteldeutschland von Ost bis West mit IC/E unterwegs…
Klar keine Frage, die Bahn ist absolut unterfinanziert und unpünktlich, aber für mich mit Abstand immer noch die beste Alternative.
Klar habe ich hin und wieder 20 Minuten Verspätung
Ich gehe mal von meiner eigenen Nutzungsweise der Bahn aus. Das bedeutet auf jeder Reise mindestens 2, je nach Verbindung auch mal 4 Umstiege. Bei den lachhaften Umsteigezeiten sorgen 5 Minuten Verspätung schon zu „körperlichen Strapazen“, weil ich mich ständig fragen muss, ob ich den Anschluss noch schaffe. Lohnt es sich, zu rennen oder ist der Zug passé?
Wer Fernreisen macht, tut das, denke ich, auch mit eher größerem Gepäck. Das an einem Bahnhof von Gleis 2 auf Gleis 20 zu schleppen, ist deutlich anstrengender als in den Kofferraum.
Am Ende kommt noch dazu, dass Bahnfahren einfach viel länger dauert. Mit Wartezeiten auf den nächsten Anschluss habe ich gestern bei einer Reise von (netto) 4 Stunden 1,5 Stunden mit Warten verbracht.
Um den Stau aufzugreifen: Klar hängt man im Auto mal 30 Minuten im Stau. Das kann man einkalkulieren und fährt eben 30 Minuten früher los. Will ich aber Verspätungen der Bahn einkalkuliere, muss ich gleich ein, zwei Stunden mehr einplanen, weil jede Verspätung zur Folge hat, dass ich den Anschluss verpasse und noch länger warte.
Ich wünschte, ich könnte das bestätigen. Ich fahre regelmäßig von Norden nach Süden, also durch die komplette Republik, 600km pro Richtung. Egal, ob du ICE oder RB fährst, die Erfahrung ist meistens schrecklich und ich wünschte, ich würde da übertreiben. Ich würde sofort wieder auf das Auto verzichten und ich bedaure diesen Rückschritt, aber ich halte das einfach auf Dauer nach all den Jahren nicht mehr aus.
Je länger ein Zug fährt, desto mehr Gelegenheit hat er, Verspätung aufzubauen. Außerdem ist der Fernverkehr dafür nochmal anfälliger als der Regionalverkehr. Das sind zwei Gründe, warum deine Erfahrungen so schlecht sind.
Fernverkehr ist weniger das Problem. Der hat erstens Vorrang bei Verspätungen und zweitens riskiert man nicht durch jede Verspätung das Ankommen, weil man in der Regel nicht umsteigen muss.
Das ist keine neue Erkenntnis und ist seit Jahrzehnten ein stetiges Bild in den Unfallststisik. Bezogen auf Verkehrsunfälle gibt das IMO auch keine verfälschte Wahrnehmung in der breiten Masse.
Durch privaten Raum wird ein anderes Sicherheitsgefühl erzeugt. Unser aktueller Bundeskanzler würde es mit “Stadtbild” umschreiben und mit “Fragt mal eure Töchter.” bekräftigen. Dieses emotionale Bedürfnis nach Sicherheit löst man nicht durch eine Verkehrsmittel. Im Vergleich ist es jedoch ein Problem, das den ÖPV mit Sammeltransportmitteln stärker trifft als den Individualverkehr. Ob man anderer Menschen als Gefahr oder Unterstützung wahr nimmt, wird durch direkte Kommunikation und Interesse erreicht. Insbesondere mit Leuten ausserhalb des eigenen Komfortbereichs (Bubble).
+++EIL+++ Investigativjournalisten decken auf!
Es geht um die offizielle Auswertung der Allianz pro Schiene. Oftmals ist es hilfreich, wenn bekannte Dinge durch Zahlen belegt werden können.
Was soll denn jetzt daran besonders hilfreich sein, wenn man eine Erkenntnis, die weltweit seit Jahrzehnten immer wieder statistisch bestätigt wird, und eigentlich auch weithin bekannt ist, nach einer “offiziellen” Auswertung eines kleinen deutschen Interessenverbands reißerisch aufbereitet?
Lobbyisten der Autoindustrie sind ziemlich einflussreich in Deutschland. Polemische Sprachrohre stärken die auch noch. Für dich und mich sind solche News vielleicht nichts Neues, doch trotzdem finde ich es wichtig, dass sowas wiederholt und belegt wird.
Ach nee
Auch witzig und unintuitiv: Fahrrad fahren verlängert das Leben, während Auto fahren es verkürzt, aufgrund der Bequemlichkeit, die in Bewegungsmangel resultiert. Dies überwiegt die Unfallrisiken. Der Effekt ist so stark, dass er auch das Risiko von Radfahren ohne Helm deutlich überwiegt.
Puh bei sowas bin ich vorsichtig. Pferdebesitzer leben auch länger als Leute die nicht reiten obwohl reiten ein Sport mit relativ hoher Verletzungsgefahr ist.
Und fliegen ist statistisch gesehen NOCH sicherer.
Nur pro Kilometer. Und nur weil das Flugzeug das zurück legen sehr weiter Entfernungen begünstigt.
Pro Kilometer war übrigens auch das Space Shuttle sicherer als das Fahrrad, trotz des Verlusts der zwei Raumfähren Challenger und Columbia mit der gesamten Besatzung.
Und darum sollte man Verkehrsmittel mit verschiedenen Einsatzzwecken nicht miteinander vergleichen.
Richtig. Das Flugzeug ist statistisch das zweitsicherste Verkehrsmittel.
Das sicherste?

Das sicherste?
Die Rolltreppe.
Albert Einstein







