Zahlen statt Horrorbilder: Die Allianz pro Schiene hat Unfälle der letzten zehn Jahre ausgewertet, um die Sicherheit von Bahn und Auto zu vergleichen.
Zahlen statt Horrorbilder: Die Allianz pro Schiene hat Unfälle der letzten zehn Jahre ausgewertet, um die Sicherheit von Bahn und Auto zu vergleichen.
Ich habe wirklich das Gefühl, die Wahrnehmungen sind da zumindest regional sehr unterschiedlich. Ich fahre recht viel Bahn, wobei ich nicht Pendel. Nach meinen Statuspunkten für knapp 2000 € im Jahr, das sind Privatreisen aber auch viele Dienstreisen.
Klar habe ich hin und wieder 20 Minuten Verspätung, es ist im letzten Jahr auch mal vorgekommen, dass ein Zug ganz ausfiel. Im großen und ganzen komme ich aber eigentlich immer gut an mein Ziel und bin sehr froh dass ich kein Auto fahren muss. Und da kann ich auch im Stau stehen.
Aufbauend auf diesen Erfahrungen würde ich Bahn fahren nie als körperliche Strapazen bezeichnen… Vielleicht fahre ich aber auch auf zufällig besseren Strecken, bin hauptsächlich in Mitteldeutschland von Ost bis West mit IC/E unterwegs…
Klar keine Frage, die Bahn ist absolut unterfinanziert und unpünktlich, aber für mich mit Abstand immer noch die beste Alternative.
Ich gehe mal von meiner eigenen Nutzungsweise der Bahn aus. Das bedeutet auf jeder Reise mindestens 2, je nach Verbindung auch mal 4 Umstiege. Bei den lachhaften Umsteigezeiten sorgen 5 Minuten Verspätung schon zu „körperlichen Strapazen“, weil ich mich ständig fragen muss, ob ich den Anschluss noch schaffe. Lohnt es sich, zu rennen oder ist der Zug passé?
Wer Fernreisen macht, tut das, denke ich, auch mit eher größerem Gepäck. Das an einem Bahnhof von Gleis 2 auf Gleis 20 zu schleppen, ist deutlich anstrengender als in den Kofferraum.
Am Ende kommt noch dazu, dass Bahnfahren einfach viel länger dauert. Mit Wartezeiten auf den nächsten Anschluss habe ich gestern bei einer Reise von (netto) 4 Stunden 1,5 Stunden mit Warten verbracht.
Um den Stau aufzugreifen: Klar hängt man im Auto mal 30 Minuten im Stau. Das kann man einkalkulieren und fährt eben 30 Minuten früher los. Will ich aber Verspätungen der Bahn einkalkuliere, muss ich gleich ein, zwei Stunden mehr einplanen, weil jede Verspätung zur Folge hat, dass ich den Anschluss verpasse und noch länger warte.
Ich wünschte, ich könnte das bestätigen. Ich fahre regelmäßig von Norden nach Süden, also durch die komplette Republik, 600km pro Richtung. Egal, ob du ICE oder RB fährst, die Erfahrung ist meistens schrecklich und ich wünschte, ich würde da übertreiben. Ich würde sofort wieder auf das Auto verzichten und ich bedaure diesen Rückschritt, aber ich halte das einfach auf Dauer nach all den Jahren nicht mehr aus.
Je länger ein Zug fährt, desto mehr Gelegenheit hat er, Verspätung aufzubauen. Außerdem ist der Fernverkehr dafür nochmal anfälliger als der Regionalverkehr. Das sind zwei Gründe, warum deine Erfahrungen so schlecht sind.
Fernverkehr ist weniger das Problem. Der hat erstens Vorrang bei Verspätungen und zweitens riskiert man nicht durch jede Verspätung das Ankommen, weil man in der Regel nicht umsteigen muss.