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Cake day: June 30th, 2024

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  • Abstrakt: Da die Wertschöpfung in einem Geldbasiertem System über das Handeln mit Geld entsteht und nicht über das Halten von Geld. Zusätzlich entsteht Wertschöpfung da wo Ressourcen mit dem meisten Effekt eingesetzt werden. Auch die Art der Ausrichtung einer Wirtschaft verändert je nach Nachfrage, wobei die These ist, dass Dinge die von vielen Menschen gebraucht werden auch einen großen Nutzen haben.

    Praktisch: Jemand der Mindestlohn verdient hat nicht soviel Geld und wird wahrscheinlicher einen zusätzlichen Euro ausgeben als jemand der viel verdient. Dies kurbelt die Binnennachfrage an.

    Dann gibt es die Frage nach dem Nutzen. Jemand der Mindestlohn verdient, hat vermutlich nicht viel unnötigen Schnickschnack und wird vermutlich eher eine stark nutzbringende Investition tätigen mit dem zusätzlichen Euro als jemand der schon alles hat. Beispiel: Ein Mensch der Mindestlohn verdient kann sich das D-Ticket nicht leisten. Er verdient 60€ mehr und kauft sich ein D-Ticket und kann plötzlich weniger Zeit und Energie mit laufen verbringen. Diese Energie setzt er jetzt ein um sich selbst einen passenderen Job zu suchen in dem er produktiver ist und seinem Kind bei der Schule zu helfen, was daraufhin bessere Chancen auf einen besseren Job hat. Mit dem Ticket kann er auch einen besseren Job der weiter entfernt ist annehmen. Jemand der ein Unternehmen besitzt freut sich dass der Mindestlohn nicht erhöht wurde und kauft sich von dem Geld einen Hummer und erzeugt damit genau die Wertschöpfung im Wert von einem Hummer. -> law of Diminishing returns / Ertragsgesetz (https://de.wikipedia.org/wiki/Ertragsgesetz) Wenn viele Akteure in der Wirtschaft in dem für sie effizienten Bereich investieren also am Anfang der Nutzenkurve

    wird das geld in der Wirtschaft insgesamt effektiver ausgegeben.

    Außerdem würde die Nachfrage näher an den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung verankert welches die Wirtschaft effizienter macht in der Befriedigung von Bedürfnissen was ja der gesamte Sinn hinter so einer Wirtschaft ist

    Konkret dazu:

    https://youtu.be/8oTo1KB07PU?t=17m55s

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2025-04/lohnpolitik-mindestlohn-gewerkschaften-arbeitsmarkt-arbeitsbedingungen


    Ich kann an Inhalten empfehlen:

    Surplus Magazin (sowohl Schriftform als auch Podcastinhalte)

    Geld für die Welt

    https://youtube.com/@maurice_hoefgen

    In Verbindung mit Gary’s Economics (viel zum Thema Gleichheit in Verbindung mit Wirtschaft)

    https://youtube.com/@garyseconomics

    Das Ganze fußt dann irgendwann tiefergehend auch auf https://de.wikipedia.org/wiki/Keynesianismus






  • Ich hab das Polizeiproblem ja schon angesprochen.

    Trotzdem soll die Polizei das nicht entscheiden und juristisch legale Versammlungen schützen. Worüber reden wir hier?

    Das Problem ist doch dass offensichtliche Antidemokraten und Faschisten legale Versammlungen haben dürfen weil unsere Politik den Verbotsantrag zurückhält und damit die Gewaltenteilung bezüglich des eigentlichen Verbotsverfahrens aushebeln.

    Btw finde ich es aus diesem Grund auch persönlich vollkommen legitim zu versuchen das zu blockieren. Trotzdem soll sich doch die Polizei grundsätzlich an das geltende Recht halten.

    Gegendemos sind ja eh legal und werden genauso von der Polizei geschützt im Regelfall.


  • Aus derselben Quelle

    Um beiden Gesichtspunkten gerecht zu werden, hat das Grundgesetz das Parteiverbotsverfahren nicht der Exekutive, sondern dem Bundesverfassungsgericht zugewiesen. So ist gewährleistet, dass ein unabhängiges Gericht alleine nach verfassungsrechtlichen Maßstäben entscheidet.

    Irgendjemand muss die Prüfung veranlassen, das ist praktisch so. Ich bin froh, dass zB die Polizei nicht die Macht hat darüber zu entscheiden wer geprüft wird und wer nicht.

    Das politische an der Sache ist, zu entscheiden ob es begründete Zweifel an der Verfassungstreue einer Partei gibt. Ein Sache wo sich ironischerweise praktische alle Demokraten einig sind. (Das es begründete Zweifel gibt)

    Was aktuell politisiert wird ist, ob das zu einem Parteiverbot führen soll. Und das ist der Angriff auf die Gewaltenteilung.




  • Ich wünsche mir dass die Grünen sich radikal als Partei der Rationalität aufstellen und so langfristig als zukünftige Mitte der politischen Landschaft fungieren können.

    Vorschlag für derartige Grundlinien:

    Menschengemachter Klimawandel? Real.

    Sicherheit? Reales Problem, kann man nicht idealistisch wegignorieren.

    100% Freie Marktwirtschaft? Nicht mit einer sozialen Gesellschaft und einem endlichen Planeten vereinbar.

    Marktwirtschaft? Als effizienter Mechanismus zur Ressourcenallokation benötigt, Marktverzerrung und Zielkonflikte regulatorisch lösen.

    Starke Sozialsysteme? Wirtschaftlich förderlich, Gesellschaftlich notwendig, demokratiefördernd, notwendig um Bereitschaft und Resilienz der Bevölkerung bei großen Umbrüchen aufrecht zu erhalten.

    Wirtschaftliche Ungleichheit? In Maßen unumgänglich und motivierend sowie freiheitlich geboten.

    Chancenungleichheit, Intergenerationale Akkumulation? Nicht mit einer FDGO vereinbar, muss durch bissige Erbschaftssteuern sowie staatliches Grunderbe für alle gebrochen werden.

    Hoher Mindestlohn? Geboten da gesellschaftlich und ökonomisch Sinnvolle. Treibt außerdem die Produktivität/Effizienz der Wirtschaft an.

    Revolution? Nicht demokratisch legitimiert, keine Option.

    Reformen? Machbar, demokratisch und in revolutionärem inhaltlichen Ausmaß notwendig.

    Wachstum? Menschliche Grundfunktion

    BIP-Wachstum? Nicht entscheidend.

    Wachstum an Materialumsatz der Wirtschaft? Nicht ok da nicht zukunftsfähig und nicht mit einer endlichen Welt vereinbar, außerdem fragliche internationale Abhängigkeiten.

    Wachstum an Lebensqualität? Definitiv gewünscht

    Wachstum der wirtschaftlichen Möglichkeiten des Durchschnittsbürgers? Gewünscht aber durch Teilhabe an der Wirtschaft zu lösen nicht durch BIP-Wachstum.

    Ungeregelte Flüchtlingsströme? Unmenschlich und nicht mit rechtsstaat vereinbar sowie fehlende Legitimität.

    All Refugees Welcome? Ja bitte, (menschlich geboten sowie) demografisch und wirtschaftlich unausweichlich.

    Entwicklungshilfe? Wichtiges Instrument für internationale Softpower, Möglichkeit zum Aufbau wirtschaftlich beidseitig förderlicher Partnerschaften, Unumgänglich vor dem Hintergrund der Klimagerechtigkeit sowie notwendig um Klimaschutz weltweit zu verankern. Nur für Staaten welche sich in Richtung Demokratie bewegen bzw da schon sind.

    Klimaschutz? Schutz der Lebensgrundlagen und damit Wirtschaftsschutz, Schutz von Märkten, “Schutz vor Flüchtlingswellen”

    Fleischkonsum? In der derzeitigen Masse Gesundheitsschädlich, Umweltschädlich, Menschenfeindliche. Grundsätzlich dem Individuum freigestellt aber Gesellschaftlich im Ungleichgewicht.

    Keine Ideologie außer Demokratie und der eingebettete Wert, dass jeder Mensch gleich viel Wert ist und deswegen die gleichwertigen Chancen verdient. (Chancengleichwertigkeit -> wer eine härtere Ausgangslage hat verdient mehr Unterstützung)

    Damit deckt man den praktischen, funktionalen und notwendigen Teil der Politik ab; bietet konkrete Lösungen; umgeht Glaubensfragen größtenteils und bleibt Anschlussfähig für demokratisches Arbeiten und Kompromisse in alle Richtungen.

    Ich habe auch tiefergreifende Wertevorstellungen aber es gibt so viele Fragen die man einfach rational und aus einer Mensch-zentrierten-Perspektive beantworten kann.



  • Naja grundsätzlich ist es halt leider nicht der Fall, dass juristisch dieser Sachverhalt klar ist. Solange ist es in unser aller Interesse, dass die Polizei sich nicht (noch mehr) ermächtigt darüber zu entscheiden welche Veranstaltungen stattfinden dürfen und welche nicht.

    Deswegen sollte das dringenst geprüft werden und antidemokratische Organisationen in Folge verboten und in weiterer Folge von der Polizei nichtmehr geschützt werden.

    Außerdem sollte die Polizei auf Demokratietreue geprüft werden aber das steht auf einem anderen Blatt.

    Frustrierend ist es allemal diese Situation so zu sehen.

    Edit: es muss natürlich abgewägt werden wenn es dann zu Personenschäden kommen kann, wie das am Gewaltärmsten umgesetzt wird.


  • Wenn sie nicht offen wären, wären sie gegen das Grundgesetz!

    Es ist eine Anmaßung, dass dieses Parteiverbot politisiert wird. Leben wir in einer Bananenrepublik? Kein Politiker darf jemals darüber entscheiden oder sich überhaupt Gedanken darum machen ob eine Partei verboten werden sollte oder nicht. Dass ist alleinige Sache des Grundgesetzes und der Gerichte.

    Wenn es da auf irgendeiner Seite, bei irgendeiner Partei Zweifel gibt, dann wird das einfach geprüft. Entweder die entsprechende Partei/Organisation wird geprüft und verboten oder geprüft und für in Ordnung befunden. Das ist aber einfach Sache der Judikative und jeder Versuch dies zu politisieren ist ein Angriff auf unsere Gewaltenteilung.

    Wenn dann rauskommt das zB die AfD ok ist, dann muss sie auch als legitimer Bestandteil unserer Demokratie akzeptiert werden. Nicht inhaltlich aber grundsätzlich. Wenn nicht dann halt nicht. An dieser Klarheit haben doch bestimmt alle ein Interesse, oder?