Weniger Unfälle, kaum längere Fahrzeit: Das ist das Fazit einer Studie zu den Folgen eines Tempo-30-Limits. Das Tempolimit sei ein “wirkungsvoller Hebel für die Stadtentwicklung”.

  • ZeldaFreak@lemmy.world
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    3 days ago

    Für die Fahrzeit brauche ich keine Studie. Bis zur Innerstädtischen Bundesstraße ist es 3km und mit 30km/h sind es 6 Minuten und mit 50 km/h sind wären es 3 Minuten und 36 Sekunden. Laut Maps sind es 6 Minuten ohne Verkehr. Liegt aber auch daran, dass ich nur ein kleines Stück 50 fahren kann, mittlerweile noch weniger. Streng genommen auf dem Rückweg gar nicht mehr 50, weil die vergessen haben das 40er Schild aufzuheben oder zu wiederholen.

    Was ich aber schrecklich finde, dieses ständige Wechseln von Tempolimits. Auf den 3km fange ich in einer 30er Zone an, wechsle auf eine 30er Straße, dann auf eine 50er. Dann neu ein 40er Schild an einer Haltestelle, dann folgt 40 für die Kurve und dann das kleine Stück 50 bis zum Kreisverkehr. Ob das Stück jetzt komplett 40 ist, weiß ich nicht. Arbeite aktuell im HO und bin noch nicht oft genug dran vorbei. Nach dem Kreisverkehr ist dann 40 und dann kommt die Bundesstraße mit 50.

    Wenn dann will ich ein durchgängiges Tempolimit. Ständig den Straßenrand nach Schildern absuchen und überlegen ob man eine Aufhebung verpasst hat, weil man keine Wiederholer sieht, lenkt mich schon ab. Und nur als Anmerkung, ein Tempolimit gilt so lange, bis es aufgehoben wurde oder man die Straße verlässt. Es endet nicht an der nächsten Kreuzung, auch wenn es bedeutet dass einbiegende Fahrzeuge schneller fahren dürfen, als man selber, der auf der Straße fährt.

    • Toe@feddit.org
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      1 day ago

      Ich ergänze das mal mit der Hypothese, dass Verkehrsteilnehmer, die einen Teil ihrer Konzentration mit Schildersuche beschäftigt sind mehr Unfälle verursachen, wenn diese weniger Schilder interpretieren müssen und andere, möglicherweise unvorhersehbare Gefahren (noch) besser achten können.

      Bei einer alternden Gesellschaft und Verkehrsteilnehmer dürfte dieser Effekt größer werden.

      Unabhängig davon, welche Standardgeschwindigkeit gilt, sollten die meisten Schilder grundsätzlich für Ausnahmen angewendet werden. Eine Reduktion der innerörtlichen Max-Geschwindigkeit um 5km/h wäre schon deshalb sinmvoll um Kleinkrafträder, die dirch eine EURegelung seit längerem nur noch 45km/h fahren dürften, im Verkehr mitschwimmen zu lassen. Was auch S-Pedilecs betrifft.

      • ZeldaFreak@lemmy.world
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        12 hours ago

        Das ist sowieso etwas was mich stört. 25 und 45km/h Begrenzungen sind dumm. 30 und 50 macht da mehr Sinn, wobei dies nicht jedem was bringt, da einige Autofahrer einen chronischen Überholzwang haben und diese Verkehrsteilnehmer überholen MÜSSEN, obwohl es denen kein Vorteil gibt, wenn die Vorausschauend fahren würden.

        Zwecks der Schilder fahre ich auch mit Waze und aktiver Warnung von Tempolimit und Blitzern. Letzteres warnt ja akustisch nur, wenn ich innerhalb einer gewissen Entfernung zum Blitzer zu schnell fahre, auch wenn ich noch so schnell fahren darf. Ich weiß es ist verboten, aber das hilft mir das Tempolimit einzuhalten und ggf. zu wissen, wann Idioten vor mir stark abbremsen, weil ein Blitzer kommt und man ja extra langsam fahren muss.

        Natürlich ist die App keine 100% Lösung, aber ich vertraue mir nicht, dass ich alle Schilder sehe. Wenn ich mir sicher bin, die App liegt falsch, fahre ich schneller. Allerdings gibt es Autofahrer die dieses Vertrauen nicht haben. Vor einigen Monaten wurde bei mir in der nähe einer diese Smiley Highscore Anlagen (die Anzeigen die dir sagen wie schnell du fährst und wenn du zu schnell bist, dir einen traurigen Smiley anzeigen) aufgebaut und für die ersten 3 Tage war das Ding auf 30, anstatt der erlaubten 50 eingestellt. Jedes mal hatte ich einen der entweder vor oder hinter mir war, der dann in die Eisen gegangen ist. War halt sowieso dumm platziert, da es nach einem Kreisverkehr kam und ich mit meiner normalen Beschleunigung da nur knapp die 50 erreiche. Hat einen natürlich angespornt die 50 vorher zu erreichen. Immerhin wurde das Ding ins 30er Gebiet verlegt, wo es wirklich Sinn macht. Ich vermute auch mal dass die erst Jahre später auf Beschwerden oder Statistiken reagiert haben, wo dort noch kein Kreisverkehr gab.

    • CyberEgg@discuss.tchncs.deOP
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      2 days ago

      Für die Fahrzeit brauche ich keine Studie.

      Es braucht eine Studie, um zu zeigen, dass deine persönliche Erfahrung und anekdotische Evidenz exemplarisch für einen statistisch signifikanten Teil der Bevölkerung sein kann, anstatt nur deine persönliche Erfahrung und damit irrelevant in einem breiten, meinungsbildenden und entscheidungstragenden Kontext ist.