Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten. US-Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.

    • squaresinger@lemmy.world
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      2 days ago

      Mittlerweile? Der Unterschied zu früher ist hauptsächlich wer das Ziel ist. Eine US-Besatzung von Afghanistan lässt sich leicht ignorieren. Sind ja nur “böse Muslime” die da besatzt werden. Ist ja nur im Mittleren Osten. Die bringen dort ja nur “demokratische Werte” hin (allerdings ohne freier Demokratie, also dem grundsätzlichen demokratischen Wert). Hat ja mit uns nichts zu tun.

      Venezuela ist was Neues. Das ist ein westlicher Staat der auch sowas wie Wahlen hat. Der Einschlag ist näher. Insbesondere wenn man bedenkt, dass Grönland bald auch dran sein könnte, was immerhin EU-Periphärie ist. Und Drohungen gegen die EU gibt’s auch genügend.

      Da kriegt man als Europäer schon mehr Angst.

      Aber wenn man im Mittleren Osten wohnt, dann sieht man die USA schon seit einem halben Jahrhundert als Terrorstaat.

      • Obin@feddit.org
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        2 days ago

        Venezuela ist was Neues. Das ist ein westlicher Staat der auch sowas wie Wahlen hat.

        Naja, wenn die USA ein MO hat, dann ist es Demokratisch (unabhängig davon jetzt wie “gut”) gewählte aber Amerika-unfreundliche Staatsoberhäupter abzusägen und gegen US-freundliche Militärdiktaturen oder Autokraten zu ersetzen. Und grade in Süd- und Mittelamerika machen sie das jetzt schon ein gutes dreiviertel Jahrhundert so, halt mehr via CIA-Methoden als milititärisch. Afghanistan (2001) zählt da eher zu den Ausnahmen als zur Regel. Saddam Hussein geht z.B. auf eine solche Aktion zurück. Selbst bei Afghanistan (80er) könnte man so argumentieren, nicht dass die “People’s Republic” besonders demokratisch war, aber das was man hinterlassen hat war halt ein chaotischer Nährboden für religiösen Fundamentalismus. Da wäre ein Soviet Staat vielleicht das kleinere Übel gewesen.

        Und ja, auch als EU-land kann man da überlegen was wäre wenn wir eine linke Regierung hätten die sich von den USA abnabeln wollen würde. Wir hatten ja bisher nie eine nicht US-Arschkriecherische Regierung. Auf der einen Seite haben wir kein Öl oder nennenswerte Bodenschätze wie die Länder in denen die USA das üblicherweise macht, aber auf der anderen Seite sollen wir ja gefälligst deren minderwertigen und gesellschaftsschädigenden Scheiß wie Microsoft und Apple oder Ford F250 kaufen (geschweige denn Waffendeals).

  • alleycat@feddit.orgOP
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    3 days ago

    Ich hatte mir selbst die Pressekonferenz der US-Regierung gegeben, und da wurden einige Punkte genannt, die bisher in keinem Presseerzeugnis aufgetaucht sind:

    • die Zuständigkeit für die Verwaltung Venezuelas fällt auf das Kriegsministerium
    • für diesen “Service” will sich die US-Regierung mit den Erlösen des Ölverkaufs bezahlen lassen
    • Kuba wird direkt als nächstes Ziel benannt.
  • Quittenbrot@feddit.org
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    3 days ago

    Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten.

    Behalten?

    Fangen wir mal mit erlangen an.

    Den Präsidenten handstreichartig aus dem Land zu entführen, ist zwar heftig (und illegal, und dämlich), aber noch meilenweit davon entfernt, dieses Land tatsächlich zu kontrollieren. Hat das schon einer Trump verraten?

    Kontrolle kriegt er nur mit Boots on the Ground. Ob er das wirklich will, Friedenspräsident TACO?

    • Successful_Try543@feddit.org
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      2 days ago

      Behalten?

      Fangen wir mal mit erlangen an.

      Das ist das postfaktische System Trump. Dass die US-Regierung die Kontrolle über Venezuela bisher gar nicht hat, ist Nebensache. Was für die Öffentlichkeit zählt, ist die bloße Behauptung, dass sie diese hätte.

    • Kornblumenratte@feddit.org
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      3 days ago

      Kontrolle kriegt er nur mit Boots on the Ground. Ob er das wirklich will, Friedenspräsident TACO?

      In der Pressekonferenz nach dem Angriff sagte er “We are not afraid of boots on the ground.”

      Ein Vorteil des Alters für einen selber ist, dass Hemmungen sinken und man ein freieres Leben führt. Und die Angst vor Konsequenzen löst sich mehr und mehr auf.

      Ein Nachteil des Alters für die Umfebung ist, dass Hemmungen sinken und man ein freieres Leben führt. Und die Angst vor Konsequenzen löst sich mehr und mehr auf.

      • Quittenbrot@feddit.org
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        3 days ago

        In der Pressekonferenz nach dem Angriff sagte er “We are not afraid of boots on the ground.”

        Das Ding ist ja gerade, dass er zwar gerne über Dinge redet, aber bei der Umsetzung den Schwanz einzieht.

        Klar poltert er nun also rum, dass Venezuela jetzt bloß besser machen sollte, was er will - in der Hoffnung, dass sie es wirklich tun, ohne dass er etwas dafür tun muss. Eine richtige Invasion Venezuelas wird er tunlichst vermeiden wollen, denke ich. Zu unpopulär.

          • Quittenbrot@feddit.org
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            3 days ago

            Ein paar Jets über ein hoffnungslos unterlegenes Land zu schicken und ein paar Sachen wegzubomben ist das eine.

            Eine tatsächliche Bodenoffensive zu führen, wie in Afghanistan oder dem Irak, das andere. Das ist extrem unpopulär bei den Amis und ich kann mir nicht vorstellen, dass er das macht, weil er genau weiß, wie unpopulär das bei den Leuten ist.

            • Kornblumenratte@feddit.org
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              2 days ago

              Ah - und wenn man das vom Öl her sieht, braucht er das Land nicht kontrollieren, um “running it” - nur die Ölfelder. Der Rest kann im Chaos versinken.

            • Kornblumenratte@feddit.org
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              2 days ago

              Ich stimme von und ganz zu. Darüberhinaus ist Venezuela von der Geographie her genauso gut kontrollierbar wie Afghanistan oder Vietnam.

              Aber ein Abbau des Frontalhirns begünstigt spontane, emotionale Entscheidungen. Genau das wirre, inkonsistente und widersprüchliche Verhalten, das wir bei ihm sehen. Es muss keinen Sinn machen, es muss sich im entscheidenden Moment gut anfühlen. Deshalb halte ich bei ihm alles für möglich.

    • woelkchen@lemmy.world
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      3 days ago

      noch meilenweit davon entfernt, dieses Land tatsächlich zu kontrollieren. Hat das schon einer Trump verraten?

      Nichts, was Korruption nicht regeln könnte.

    • Missy@feddit.org
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      3 days ago

      Er hat schon die Kontrolle über Venezuela. Das Militär kann sich zwar wehren, aber es ist günstiger die Füße still zu halten und in der nächsten Regierung dann mit weißer Weste weiterzuarbeiten. Maduro ist schon weg, jetzt zu kämpfen bringt auch nichts, der Gegner ist zu mächtig.

  • HansGruber@sh.itjust.works
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    3 days ago

    Spezielle AntiDrogenoperation, ist in drei Tagen erledigt oder so.

    Was eine Zeitlinie. Hat sich eigentlich jemand schon Plätze bei Vault-Tec geholt?

  • bmpvy@feddit.org
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    3 days ago

    Ich hätte auch Zeit und könnte mal eben kurz Venezuela regieren (wo liegt das nochmal) #kompetent

  • 5714@lemmy.dbzer0.com
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    3 days ago

    Ölbaron A nennt Ölbaron B einen Rauschgifthändler, lässt ihn zu sich nach Hause verschiffen und während Ölbaron B auf der Reise einen Aktivströmer kostümspielert, denkt A er müsse gar nix mehr machen um B seinen Kontor sich einzuverleiben?