Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten. US-Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.
Die USA wollen nach dem militärischen Eingreifen in Venezuela und der Entmachtung von Präsident Maduro die Kontrolle über das Land behalten. US-Präsident Trump kündigte bereits Investitionen von US-Ölfirmen an.
Behalten?
Fangen wir mal mit erlangen an.
Den Präsidenten handstreichartig aus dem Land zu entführen, ist zwar heftig (und illegal, und dämlich), aber noch meilenweit davon entfernt, dieses Land tatsächlich zu kontrollieren. Hat das schon einer Trump verraten?
Kontrolle kriegt er nur mit Boots on the Ground. Ob er das wirklich will, Friedenspräsident TACO?
Das ist das postfaktische System Trump. Dass die US-Regierung die Kontrolle über Venezuela bisher gar nicht hat, ist Nebensache. Was für die Öffentlichkeit zählt, ist die bloße Behauptung, dass sie diese hätte.
In der Pressekonferenz nach dem Angriff sagte er “We are not afraid of boots on the ground.”
Ein Vorteil des Alters für einen selber ist, dass Hemmungen sinken und man ein freieres Leben führt. Und die Angst vor Konsequenzen löst sich mehr und mehr auf.
Ein Nachteil des Alters für die Umfebung ist, dass Hemmungen sinken und man ein freieres Leben führt. Und die Angst vor Konsequenzen löst sich mehr und mehr auf.
Das Ding ist ja gerade, dass er zwar gerne über Dinge redet, aber bei der Umsetzung den Schwanz einzieht.
Klar poltert er nun also rum, dass Venezuela jetzt bloß besser machen sollte, was er will - in der Hoffnung, dass sie es wirklich tun, ohne dass er etwas dafür tun muss. Eine richtige Invasion Venezuelas wird er tunlichst vermeiden wollen, denke ich. Zu unpopulär.
Iran, Nigeria und Venezuela haben da andere Erfahrungen. Ja, TACO ist real, aber leider nicht zuverlässig.
Ein paar Jets über ein hoffnungslos unterlegenes Land zu schicken und ein paar Sachen wegzubomben ist das eine.
Eine tatsächliche Bodenoffensive zu führen, wie in Afghanistan oder dem Irak, das andere. Das ist extrem unpopulär bei den Amis und ich kann mir nicht vorstellen, dass er das macht, weil er genau weiß, wie unpopulär das bei den Leuten ist.
Ah - und wenn man das vom Öl her sieht, braucht er das Land nicht kontrollieren, um “running it” - nur die Ölfelder. Der Rest kann im Chaos versinken.
Ich stimme von und ganz zu. Darüberhinaus ist Venezuela von der Geographie her genauso gut kontrollierbar wie Afghanistan oder Vietnam.
Aber ein Abbau des Frontalhirns begünstigt spontane, emotionale Entscheidungen. Genau das wirre, inkonsistente und widersprüchliche Verhalten, das wir bei ihm sehen. Es muss keinen Sinn machen, es muss sich im entscheidenden Moment gut anfühlen. Deshalb halte ich bei ihm alles für möglich.
Nichts, was Korruption nicht regeln könnte.
Er hat schon die Kontrolle über Venezuela. Das Militär kann sich zwar wehren, aber es ist günstiger die Füße still zu halten und in der nächsten Regierung dann mit weißer Weste weiterzuarbeiten. Maduro ist schon weg, jetzt zu kämpfen bringt auch nichts, der Gegner ist zu mächtig.