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    14 days ago

    Die Eisbachwelle im Englischen Garten galt als weltweit konstanteste, größte und beste Flusswelle mitten in einer Großstadt. Sie war seit 40 Jahren besurfbar und ein Touristenmagnet.

    Die Welle war verschwunden, nachdem im Oktober unter anderem das Bachbett von Unrat und Sedimenten befreit worden war. Die Münchner Surfer setzen sich seit Monaten dafür ein, dass sie wiederhergestellt wird.

    Wenn das mal keine Metapher für Deutschland ist.

    Die “wellenbildenden Einbauten” seien “illegal gewesen und potenziell gefährlich, wenn nicht lebensgefährlich”.

    Wie bei allem anderen auch, die Aussage wird wiedergegeben und es wird nicht analysiert, wer das ändern könnte. Immerhin wurde die dritte Bürgermeisterin gefragt. Es gibt auch keine Informationen, die die Veränderungen und die Größe der Gefahr erklären.

    Es muss doch eigentlich reichen, wenn der Stadtrat das genehmigt.

    • Ooops@feddit.org
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      14 days ago

      Es muss doch eigentlich reichen, wenn der Stadtrat das genehmigt.

      Nein, eben nicht. Die Welle wurde nicht gezielt gebaut und ist eher nebenbei während eines Umbaus zur Strömungsreduzierung entstanden.

      Gerichte haben gerade erst klargestellt, dass die Stadt nicht für den Tod einer Surfering dort haftbar ist, weil das immer unter “Benutzung auf eigene Gefahr” lief.

      Beim nächsten Mal kommt die Stadt nicht so davon, wenn die jetzt statt einfach nur die Benutzung der entstandenen Welle nicht zu verbieten, aktiv diese wieder herstellt. Und nur um diese Haftung geht es.

      Es gab bereits diverse Angebote an die dortigen Surfvereine, dass diese den Betrieb und die Haftung übernehmen können. Wollen diese aber nicht und haben sich jetzt stattdessen entschieden, da lieber inoffiziell dran rum zu basteln, und der Stadt die Verantwortung zu überlassen.

      Das Ergebnis sehen wir jetzt…

      • plyth@feddit.org
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        14 days ago

        Wie sollen Surfvereine das Risiko tragen? Ganz emotionslos kalkuliert kann München die Haftung für einen toten Surfy alle zehn Jahre aus dem Stadtmarketingbudget bezahlen. Ausserdem besitzt die Stadt den Einfluss, die Gesetzeslage zu ändern oder die Gerichte wohlwollend entscheiden zu lassen. Dann kann man auch gleich die Haftung für Baggerseen ändern und alle wären glücklich.

        • philpo@feddit.org
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          13 days ago

          Die IG Surfen betreibt bereits jetzt die künstliche Welle an der Floßlände. Dort übernimmt man mittels entsprechender Regelung auch ausdrücklich die Haftung.

        • saimen@feddit.org
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          13 days ago

          Indem sie das so organisieren, dass immer ein Rettungsschwimmer vor Ort ist zu festgelegten Benutzungszeiten und die Welle “abschaltbar” ist (sollte doch technisch machbar sein). Dann eben mit einer geringen Benutzungsgebühr bzw. könnten sie zumindest dort ja auch Eigenwerbung machen und Surfzubehör verkaufen oder auch Kurse anbieten usw.

          Klar könnte die Stadt das auch so machen, aber macht doch Sinn wenn die Surfvereine das direkt selbst organisieren wegen höherer Akzeptanz und die sowieso mehr Ahnung haben. Außerdem heißt es dann nicht, dass die Stadt damit nur Profit machen will.

          Edit:

          Gerade gelesen, dass die Auflagen und Haftungsfragen wohl unnötig übertrieben und kompliziert sind/gemacht werden.