Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident, Schulze, fordert, Bürgergeldempfänger zu gemeinnütziger Tätigkeit zu verpflichten. Für staatliche Unterstützung müsse eine Gegenleistung erbracht werden, sagte er der "Bild am Sonntag".
Ja, nee, doch, er hat unrecht. Zwangsarbeit und alles in der Nähe von Zwangsarbeit ist fürn Arsch, es hilft auch nicht dabei, Menschen Jobs zu vermitteln, es ist schlicht die Ausbeutung der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft und es widerspricht jedem Gedanken einer Solidargemeinschaft.
Und komm mir gar nicht erst mit “in der sozialen Hängematte zu faulenzen widerspricht auch dem Gedanken der Solidargemeinschaft,” das ist eine unhaltbare Unterstellung, eine Pauschalisierung aller Arbeitsloser, und auch wenn man das auf die Handvoll eingrenzen würde, die vielleicht tatsächlich so drauf sein könnten (wobei ich von der Existenz solcher Menschen absolut nicht überzeugt bin), wäre das immer noch eine Kollektivstrafe, die in einem Modernen Gerechtigkeitsverständnis keinen Platz hat. Als Vergleich bemühe ich da mal den Justizgrundsatz, dass man lieber tatsächliche Straftäter laufen lassen soll, bevor man einen unschuldigen Menschen verurteilt, und übertrage ihn auf das Sozialsystem: lieber ein paar Menschen helfen, die die Hilfe vielleicht nicht so dringend benötigt hätten, als einem Menchen die Hilfe zu verweigern, der sie wirklich gebraucht hätte.
Gleichzeitig scheut man weder Kosten noch Mühen, diesen Menschen das Leben schwer zu machen, was letzten Endes erwiesenermaßen nichts bringt. Hier denkt keiner an das Argument “viel zu kompliziert und aufwändig” - aber es gibt Berechnungen dazu wieviele Millionen (!) jeder zusätzliche Steuerfahnder brächte.
Oh doch, er hat unrecht. Solche “gemeinnützige” Arbeit vernichtet über Kurz oder Lang echte Arbeitsplätze. Selbst wenn es Bereiche sind, in welchen Arbeitskräftemangel herrscht ist es problematisch, schließlich werden diese dann nur auf allerniedrigstem Nieveau bezahlt.
Was heißt „gut funktionieren“? Ja, das System existiert, ja, ein Teil muss ein Gegenleistung schaffen. Betrug verhindert es nicht signifikant, und die Gegenleistung ist oft wirtschaftlich nicht rentabel.
Übrigens ist Bürgergeld (oder wie man es diese Woche nennt) in den Niederlanden ca. €1500 pro Monat.
Was heißt „gut funktionieren“? Ja, das System existiert, ja, ein Teil muss ein Gegenleistung schaffen. Betrug verhindert es nicht signifikant, und die Gegenleistung ist oft wirtschaftlich nicht rentabel.
Nur so aus Neugier und für eigene Argumentationsmittel, hast du dafür ne Quelle?
Der Artikel beschreibt ein Anfang 2015 eingeführtes System - im Februar 2015. Da kann man wohl kaum Langzeitfolgen abschätzen. Ich tue mich aber schwer etwas neues zu diesem Thema zu finden.
Genau - es ist eine Frechheit in diesem Zusammenhang einen 10 Jahre alten Artikel kurz nach der Einführung der Maßnahme zu posten. Hier wäre ein aktueller, wissenschaftlicher Artikel nötig, der zeigt, was das gebracht hat
Ich finde nicht, dass er Unrecht hat. Aber es ist wieder mal ein Ablenken von der ausgesetzten Reichensteuer.
Ja, nee, doch, er hat unrecht. Zwangsarbeit und alles in der Nähe von Zwangsarbeit ist fürn Arsch, es hilft auch nicht dabei, Menschen Jobs zu vermitteln, es ist schlicht die Ausbeutung der schwächsten Mitglieder der Gesellschaft und es widerspricht jedem Gedanken einer Solidargemeinschaft.
Und komm mir gar nicht erst mit “in der sozialen Hängematte zu faulenzen widerspricht auch dem Gedanken der Solidargemeinschaft,” das ist eine unhaltbare Unterstellung, eine Pauschalisierung aller Arbeitsloser, und auch wenn man das auf die Handvoll eingrenzen würde, die vielleicht tatsächlich so drauf sein könnten (wobei ich von der Existenz solcher Menschen absolut nicht überzeugt bin), wäre das immer noch eine Kollektivstrafe, die in einem Modernen Gerechtigkeitsverständnis keinen Platz hat. Als Vergleich bemühe ich da mal den Justizgrundsatz, dass man lieber tatsächliche Straftäter laufen lassen soll, bevor man einen unschuldigen Menschen verurteilt, und übertrage ihn auf das Sozialsystem: lieber ein paar Menschen helfen, die die Hilfe vielleicht nicht so dringend benötigt hätten, als einem Menchen die Hilfe zu verweigern, der sie wirklich gebraucht hätte.
Gleichzeitig scheut man weder Kosten noch Mühen, diesen Menschen das Leben schwer zu machen, was letzten Endes erwiesenermaßen nichts bringt. Hier denkt keiner an das Argument “viel zu kompliziert und aufwändig” - aber es gibt Berechnungen dazu wieviele Millionen (!) jeder zusätzliche Steuerfahnder brächte.
Name passt
Oh doch, er hat unrecht. Solche “gemeinnützige” Arbeit vernichtet über Kurz oder Lang echte Arbeitsplätze. Selbst wenn es Bereiche sind, in welchen Arbeitskräftemangel herrscht ist es problematisch, schließlich werden diese dann nur auf allerniedrigstem Nieveau bezahlt.
In der Niederlande funktioniert das offenbar sehr gut.
https://www.domradio.de/artikel/niederlande-verpflichten-arbeitslose-zum-gemeinschaftsdienst
Ich denke es würde auch das „Wir“ Gefühl stärken und hat ein viel besseres Verhältnis zur eigenen Gemeinschaft.
Was heißt „gut funktionieren“? Ja, das System existiert, ja, ein Teil muss ein Gegenleistung schaffen. Betrug verhindert es nicht signifikant, und die Gegenleistung ist oft wirtschaftlich nicht rentabel.
Übrigens ist Bürgergeld (oder wie man es diese Woche nennt) in den Niederlanden ca. €1500 pro Monat.
Nur so aus Neugier und für eigene Argumentationsmittel, hast du dafür ne Quelle?
https://www.aup-online.com/content/journals/10.5117/TVA2023.4.005.ELEV
Über gezwungen Gegenleistung.
https://nl.wikipedia.org/wiki/Toeslagenaffaire
Auch relevant, obwohl nicht spezifisch über Bürgergeld.
Der Artikel beschreibt ein Anfang 2015 eingeführtes System - im Februar 2015. Da kann man wohl kaum Langzeitfolgen abschätzen. Ich tue mich aber schwer etwas neues zu diesem Thema zu finden.
Genau - es ist eine Frechheit in diesem Zusammenhang einen 10 Jahre alten Artikel kurz nach der Einführung der Maßnahme zu posten. Hier wäre ein aktueller, wissenschaftlicher Artikel nötig, der zeigt, was das gebracht hat
Er hat auch unrecht!
Weil? Einfach so?