Also normale Menschen findet man nicht mehr, oder jedenfalls zuwenige, die den Job machen. Und deshalb braucht man künftig stattdessen hochqualifizierte Akademiker für den Job.
WTF?
Erinnert mich an die Busfahrer. Davon gibts auch zuwenige, weil sie so schlecht bezahlt werden. Also macht man die Busse autonom, und weil das ja noch nicht so ganz funktioniert, braucht man jetzt lauter gut qualifizierte Ingenieure, die die Dinger ferngesteuert fahren.
Es bleibt nichts unversucht. Also außer bessere Löhne in der Pflege.
Das Problem sind nicht mal unbedingt die Löhne, sondern die Arbeitsbedingungen. Die sind nämlich zur Profitmaximierung gerne mal so unmenschlich wie eben noch möglich, ohne dass man dafür verhaftet wird. (Und das oft nur, weil wenig bis gar nicht kontrolliert und man deswegen auch nicht erwischt wird)
Ist halt auch wieder ein Löhne-Problem. Da geht’s nämlich nicht nur um die Löhne pro Person, sondern auch darum wie viele Personen im Lohnbudget drin sind.
Man stelle sich vor: deutlich höhere Pro-Kopf-Löhne, plus doppelt so viele Stellen. Durch die höheren Pro-Kopf-Löhne kriegt man mehr Leute, mit denen man die Zusatzstellen füllt. Und mehr Leute sorgt dann für bessere Arbeitsbedingungen.
Das wäre so einfach, wenn man auf die Profite der Betreiber scheißen würde. Was man unbedingt tun sollte. Warum sind Einrichtungen der kritischen Infrastruktur überhaupt in Privatbesitz und profitorientiert?
Und damit hast du das Kernproblem getroffen.
Ich behaupte auch die ließen sich mit genug Schmerzensgeld ertragen.
Die Leute, die skrupellos genug sind, dass sie für genug Geld Alles machen, willst Du nicht in der Pflege. Und die Arbeitsbedingungen sind oft so, dass sie Leute psychisch und physisch kaputtmachen.
Ach wie schön, die tollen privaten Pflegeeinrichtungen, denen es zu teuer ist, selbst auszubilden, und die sich gerne für das Finanzamt arm rechnen, kriegen jetzt steuerfinanziert fertig ausgebildetes Personal zum Ausbeuten geschenkt, unter dem Deckmantel eines “Studiums”.
Die verbesserte, umfangreiche Ausbildung spiegelt sich doch sicher im Gehalt wieder oder? Oder !
Ein echt spannender Ansatz und in meinen Augen sehr wichtig. Nicht nur der Teil, in dem die Studis Ausnahmesituationen ohne Angst vor Fehlern üben können. Ich denke auch, dass eine gewisse Affinität für Technik auch in der Pflege immer wichtiger wird.
Und wie genau soll das gegen den Pflegenotstand helfen, wenn ausgeschiedene Pflegekräfte und Pflegekräfte, die ihre Stunden reduziert haben, sagen dass das Hauptproblem die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen sind?
Hab ich mich in meinem Kommentar auf den Pflegenotstand bezogen?
Das ist der Titel des Artikels. Das ist das Oberthema dieses ganzen Fadens. Wenn du das explizit nicht meinst, musst du das auch entsprechend abgrenzen. Vor allem, wenn du anfängst mit: “Spannender Ansatz…”





