Vorreiter Amsterdam: Der Gemeinderat der niederländischen Hauptstadt erlässt ein Werbeverbot für Wurstwaren und andere Klimaschädlichkeiten.
Vorreiter Amsterdam: Der Gemeinderat der niederländischen Hauptstadt erlässt ein Werbeverbot für Wurstwaren und andere Klimaschädlichkeiten.
Lasst uns in wenigen Jahren darüber diskutieren, wenn es wieder abgeschafft wird. Denn wenn ich aus Überzeugung auf Fleisch, Fernreisen usw. verzichte, dann ist mir die Werbung scheißegal. Und bei den anderen erreicht man unter Umständen das Gegenteil.
Bedauerlicherweise funktioniert Werbung bei den meisten. Sonst würde man es nicht machen.
“Die anderen” sind in diesem Fall aber nicht normale Leute, sondern Fleischindustrie/Einzelhandel/Lieferdienste, also Firmen. Kaum jemand wird sich beschweren, wenn auf dem Informationsmüllmonitor keine Werbung für Chicken Mc Nuggets mehr läuft.
Und in der Fleischindustrie bzw. in Fastfoodketten arbeiten keine normalen Leute. Schon mal im Fleischhof oder den Fastfoodketten geschaut wer da arbeitet?
Und der Mensch an der Fleischtheke oder die von Tönnies ausgebeuteten armen Schlucker sind diejenigen, denen Fleischwerbung im Stadtbild besonders wichtig ist?
Klar sitzt am Ende in jeder Industrie ein Mensch, der den Job vielleicht gerne macht. Die finden Einschränkungen doof, weil es ihre Arbeit verkompliziert. Das kann kein Grund sein, nicht sinnvoller Dinge festzulegen, sonst hätten wir gar keine Regularien etc. Warnbilder bei Tabakwaren? Nervt Tabakindustrie und in dem Zuge vielleicht Zigarettenverpackungsgestalter*innen. Notausgänge? Stören die Architekt*innen.
Es ist ein Unterschied, ob etwas eine breite Masse nervt, oder gegen eine bestimmte Industrie gerichtet ist, die es auch treffen soll, und damit deren Jobs etwas verkompliziert. Und gerade bei Werbung, speziell im öffentlichen Raum, kann da gerne noch sehr viel mehr eingeschränkt werden.
Naja also ich kenne viele Raucher und wenn du sie fragst, was sie von den Wandbildern halten kommt meist “…ist mir egal…”. Wer rauchen will, der raucht und wer sich ein Steak bestellen will, der bestellt ein Steak.
Beim Fleisch wäre es viel wichtiger dafür zu sorgen, dass es den Tieren bis zu ihrer Schlachtung sehr gut geht. Und jeder für sich sollte überlegen, ob zweimal Fleisch pro Woche nicht auch reicht. Also keine Verbote, sondern an die Vernunft der Menschen appellieren.
Die Anzahl der Rauchenden geht seit Jahren konstant zurück mit Ausnahme 2024 oder so. Dass diejenigen die jetzt noch rauchen das nicht juckt ist offensichtlich, frag vielleicht lieber die, die aufgehört haben, oder gar nicht erst angefangen.
Das Tierwohl ist für die Klimabelastung nicht so relevant, das sind zwei paar Schuhe (mit persönlich ist beides wichtig). An die Vernunft appellieren klingt gut. Vielleicht fängt man damit an, den Leuten nicht im öffentlichen Raum Fleisch extra schmackhaft zu machen bzw unter die Nase zu reiben? Es geht ja um die Werbung die hier verboten wird.
Genau dies, Verbote (grade auf der Micromanagement Ebene) spalten die Gesellschaft und befeuern die rechts-aussen Parteien.
Versuche ich schon seir Jahren zu sagen, aber es endet immer im Streit weil ich ja angeblich keine Ahnung habe.
“Wenn ich keine Werbung für Schnitzel sehe, bin ich in meinen Rechten eingeschränkt”
Ich glaube, der springende Punkt ist hier eher der Umstand das die Lokalpolitik ein Verbot einführt, welches bei direkter Befragung der Bevölkerung keinerlei Chance auf Zustimmung hätte. Also ganz unabhängig von Richtig/Falsch ist das für große Teile der Bevölkerung dann eine gefühlte Bevormundung.
Wie gesagt, ohne Bewertung des Ganzen. Hätte man damals die Anschnallpflicht zur Abstimmung gestellt, wer weiß was herausgekommen wäre und heute stellt das kein vernünftiger Mensch mehr ernsthaft in Frage.
Das ist Blödsinn
Ja, warum soll der Familiengasthof Heinrichs Schitzelhaus der seit 1872 in Amsterdam Spezialitäten aus Österreich serviert keine Werbung kehr machen dürfen… Daneben steht dann aber ein Riesiges Plakat mit einem grossen gelben M auf rotem Grund und einer Tüte Fritten.
Weil diese Werbung zu mehr Konsum von Fleisch führt. Dabei weiß doch inzwischen jeder, dass das mit erheblichen negativen Konsequenzen für Klima, Ökologie und Menschen einhergeht.
Und vor allem: bei wem kauft das Restaurant das Fleisch und wer wird noch reicher dadurch? Richtig, Tönnies und Co.
Gute Restaurants haben meist einen rötlichen Fleischlieferanten aka Metzgerei und diese wiederum kennen die Bauern in der Gegend. Also so ne Art chain oft trust.
So weit verbreitet ist das gar nicht mehr. Aber für konstruierte Beispiele kann man sowas mal aus der Schublade kramen. Ändert aber nichts am massiven Fußabdruck der Tierausbeutungsindustrie und dem verusachten Tierleid.
Genauso wie für konstruierte Behauptungen. Tierausbeutungsindustrie; und das Wort sagt mir, dass man mit dir über das Thema nicht weiter diskutieren braucht.
Gibt es dafür Belege oder schließt du von dir auf andere?
Na wenn es nicht so wäre, würden die Werbetreibenden ja ihr Geld zum Fenster rauswerfen. Mit scheint diese Schlussfolgerung also alles andere als aus der Luft gegriffen zu sein.
Jeder Deutsche isst lt. Statista ca. 53 kg Fleisch pro Jahr in Deutschland. Fleisch gehört zu unserer “Kultur” da wird ein Werbeverbot meiner Meinung kaum etwas ändern.
Dann schadet ein Werbeverbot ja auch keinem. Warum also die Aufregung?
Der Eindruck entsteht durch deine Äußerungen hier. Es wird niemandem verboten Leichenteile zu essen. Es wird überreichen Fleischindustriellen verboten, ihre durch Ausbeutung von Mensch und Tier gewonnen Produkte mittels Werbung in die Rachen der Massen zu drücken. Das ist kein Micromanagement, das ist genau das Gegenteil. Und wenn du mir jetzt ernsthaft sagen willst, dass deswegen irgendwer die Nazis wählt, kann ich dir nur entgegnen: das war wahrscheinlich von Anfang an ein Fascho.
Du scheinst tatsächlich Feuer und Flamme für dieses Thema zu sein.