“Social Media macht Jugendliche depressiv” erinnert stark an die alte “Killerspiele machen Kinder gewalttätig”-Debatte. Wieder wird ein komplexes gesellschaftliches Problem auf einen bequemen Sündenbock reduziert.
Die psychische Belastung junger Menschen hat viele reale Ursachen: eine sich messbar verschlechternde Weltlage, die Aussicht auf eine schlechtere Zukunft als die der eigenen Eltern trotz höherer Bildung, wachsende soziale Ungleichheit, explodierende Mieten und eine politische Polarisierung, die kaum noch Lösungen für akute Probleme liefert.
Oder die Angst, für einen Krieg in den Tod geschickt zu werden von einer Regierung, die sie nicht wollten und die von Menschen gewählt wurde, die selber zu alt sind, um in den Krieg zu ziehen.
All das auszublenden und stattdessen Social Media zum Hauptschuldigen zu erklären, ist wieder mal der bequemste Weg.
Es ersetzt wieder Ursachenanalyse durch Moralpanik.
Da kann ich dir nur Recht geben - natürlich sind die großen Social Media-Plattformen ungesund für die Psyche, aber sie sind nur ein Teil der Gesamtmisere und es wird nichts bringen, wenn man nur sie verbannt. Wir leben in echt gruseligen Zeiten. Wenn man jetzt 18 ist, dann hat man irgendwie seit man 12 ist einfach nur Scheiße am Schuh. Erst wird während du jünger bist Fridays for Future hart wegignoriert und der Klimawandel natürlich auch. Du weißt, dass sich das rächen wird. Dann kommt Corona, du hockst in miesem Distanzunterricht und nachher mit Winterjacke in den Klassenräumen, alles kacke. Alle erzählen dir, dass du ja für die Älteren da ein Opfer bringen musst, um sie zu schützen und nachher drehen die sich um und kacken hart auf dich. Dann kommt Krieg, Krise, Faschismus. Plus AfD-Naziwelle, was die Lage sicherlich nicht besser macht für dich, denn statistisch gesehen hast du zu 40% einen Migrationshintergrund und da ist dann dieser harte Rechtsruck persönlich für dich bedrohlich. Und ach ja, dann darfst du auch noch zur Bundeswehr, alle erzählen dir, dass Wirtschaftskrise ist und man nicht ausbilden kann, Studium ist schwierig, weil die Mieten explodieren und ich hab echt harten Respekt vor den Jungen Leuten. Ich hätte das in dem Alter nicht gepackt
Ich stimme dir zu, es ist komplexer. Aber Smartphones sind schon ein großer Teil des Problems, weil da vieles dran hängt: Überwachungskapitalismus, Einsamkeit durch fehlende soziale Begegnung in der Realität, enormer Druck durch Werbung, all die unerreichbaren Ansprüche und Erwartungen ans eigene Leben, das unendliche Klickköder Geschrei stürzt alles durch die Telefone auf die Jugendlichen ein. Dann werden sie auch noch in einer zunehmend authoritären Welt von bösen Opas aufgehetzt und über allem schwebt die Erderhitzung. Es braucht einen starken Charakter, ein gutes Umfeld und aufmerksame Eltern, um das alles zu verpacken.
Das reicht nicht. Ganztagsschulen und andere rund-um-die-Uhr-Betreuung und Beaufsichtigung müssen auch weg. Jugendliche heute haben oft weniger Freizeit, als Berufstätige. Dass die da verrückt werden, ist doch vorprogrammiert.
Gebt den Kindern die Kindheit zurück: Smartphones und Social Media erst ab 16 Jahren erlauben.
Ich würde mal vorschlagen, dass wir einfach mal aufhören die Welt für alle Nachfolgenden Generationen zu zerstören. Das hilft glaube ich mehr.
“Social Media macht Jugendliche depressiv” erinnert stark an die alte “Killerspiele machen Kinder gewalttätig”-Debatte. Wieder wird ein komplexes gesellschaftliches Problem auf einen bequemen Sündenbock reduziert.
Die psychische Belastung junger Menschen hat viele reale Ursachen: eine sich messbar verschlechternde Weltlage, die Aussicht auf eine schlechtere Zukunft als die der eigenen Eltern trotz höherer Bildung, wachsende soziale Ungleichheit, explodierende Mieten und eine politische Polarisierung, die kaum noch Lösungen für akute Probleme liefert.
Oder die Angst, für einen Krieg in den Tod geschickt zu werden von einer Regierung, die sie nicht wollten und die von Menschen gewählt wurde, die selber zu alt sind, um in den Krieg zu ziehen.
All das auszublenden und stattdessen Social Media zum Hauptschuldigen zu erklären, ist wieder mal der bequemste Weg.
Es ersetzt wieder Ursachenanalyse durch Moralpanik.
Da kann ich dir nur Recht geben - natürlich sind die großen Social Media-Plattformen ungesund für die Psyche, aber sie sind nur ein Teil der Gesamtmisere und es wird nichts bringen, wenn man nur sie verbannt. Wir leben in echt gruseligen Zeiten. Wenn man jetzt 18 ist, dann hat man irgendwie seit man 12 ist einfach nur Scheiße am Schuh. Erst wird während du jünger bist Fridays for Future hart wegignoriert und der Klimawandel natürlich auch. Du weißt, dass sich das rächen wird. Dann kommt Corona, du hockst in miesem Distanzunterricht und nachher mit Winterjacke in den Klassenräumen, alles kacke. Alle erzählen dir, dass du ja für die Älteren da ein Opfer bringen musst, um sie zu schützen und nachher drehen die sich um und kacken hart auf dich. Dann kommt Krieg, Krise, Faschismus. Plus AfD-Naziwelle, was die Lage sicherlich nicht besser macht für dich, denn statistisch gesehen hast du zu 40% einen Migrationshintergrund und da ist dann dieser harte Rechtsruck persönlich für dich bedrohlich. Und ach ja, dann darfst du auch noch zur Bundeswehr, alle erzählen dir, dass Wirtschaftskrise ist und man nicht ausbilden kann, Studium ist schwierig, weil die Mieten explodieren und ich hab echt harten Respekt vor den Jungen Leuten. Ich hätte das in dem Alter nicht gepackt
Ich stimme dir zu, es ist komplexer. Aber Smartphones sind schon ein großer Teil des Problems, weil da vieles dran hängt: Überwachungskapitalismus, Einsamkeit durch fehlende soziale Begegnung in der Realität, enormer Druck durch Werbung, all die unerreichbaren Ansprüche und Erwartungen ans eigene Leben, das unendliche Klickköder Geschrei stürzt alles durch die Telefone auf die Jugendlichen ein. Dann werden sie auch noch in einer zunehmend authoritären Welt von bösen Opas aufgehetzt und über allem schwebt die Erderhitzung. Es braucht einen starken Charakter, ein gutes Umfeld und aufmerksame Eltern, um das alles zu verpacken.
Es kommt bei der jetzigen Generation halt auch Corona dazu. Das Isolation für Heranwachsende nicht gut ist, sollte eigentlich klar sein.
Das reicht nicht. Ganztagsschulen und andere rund-um-die-Uhr-Betreuung und Beaufsichtigung müssen auch weg. Jugendliche heute haben oft weniger Freizeit, als Berufstätige. Dass die da verrückt werden, ist doch vorprogrammiert.
https://www.smarterstartab14.de/
Genau, dann wird bestimmt alles viel besser…
/s
Besser nichts machen und leiden. Dann kann ich wenigstens jammern und auf die anderen zeigen. Meine Seele ist rein. /s