Erneuerbare Energien stehen oft in der Kritik, weil die Versorgungssicherheit durch sie abnehmen soll. Nun wurde eine Studie publiziert, laut der die Stromversorgung in Deutschland auch ohne Grundlastkraftwerke wie Gas- und Kernkraftwerke sicher funktionieren kann.

  • safesyrup@feddit.org
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    1 day ago

    Es kann durchaus funktionieren. Es braucht einfach infrastruktur und investition.

    • killingspark@feddit.org
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      6 hours ago

      Du meinst wir könnten statt Milliarden in neue Gaswerke zu investieren, die sich nur rechnen wenn sie subventioniert werden, einfach die bessere alternative damit bauen?! Pass auf dass dir nicht die Konten gesperrt werden du klimaterrorist

  • bleistift2@sopuli.xyz
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    1 day ago

    Laut dem verwendeten Modell ist eine Kombination aus Wind- und Solarkraftwerken mit großen Energiespeichern und einem flexiblen Stromverbrauch, jedoch ohne Grundlastkraftwerke, ausreichend.

    No shit, Sherlock. Mit so einer krass irreführenden Schlagzeile habe ich heute nicht gerechnet. Natürlich braucht es keine Kraftwerke, die die Erneuerbaren ausfallsicher machen, wenn wir stattdessen Speicher haben.

    Nur haben wir die halt nicht und werden sie perspektivisch auch nicht haben!

    Bei den Grundlastkraftwerken geht es auch gar nicht nur um das Abfangen von Leistungsabfällen der Erneuerbaren, sondern auch darum, einen Schwarzstart zu ermöglichen. Paradoxerweise brauchen nämlich die allermeisten Kraftwerkstypen erst einmal selbst Strom, bevor sie welchen produzieren können. AFAIK sind nur Wasserkraftwerke und Gaskraftwerke schwarzstartfähig. Wenn man sich nicht darauf verlassen will, dass irgendein See in Bayern voll ist, wenn man ihn braucht, sind Gaskraftwerke, soweit ich es verstehe, unabdingbar.

    • kossa@feddit.org
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      18 hours ago

      Kann Photovoltaik nicht Schwarzstart? Da scheint Sonne drauf und dann kommt da Strom raus?!

      Bei Windenergie müsste das doch auch so sein. Gut, da könnte die Größe der Turbinen und Rotoren tricky sein, muss man halt kleine Windräder daneben bauen, um bei den Großen die Bremsen zu lösen mit dem Strom?!

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        10 hours ago

        So wie der Startermotor beim Auto?

        Die ganze Steuerungselektronik und auch die Stromwandler brauchen Strom. Und die brauchen auch Takt, also die 50Hz Wechselstromfrequenz. Nur Kraftwerke, die die Frequenz selbst erzeugen können ohne vorher Strom zu benötigen, sind bei einem Blackout kaltstartfähig. Soweit ich weiß sind das Wasserkraftwerk, Pumpspeicher und Gaskraftwerke.

        Solar könnte auch in Verbindung mit nem Speicher. Ist aber verboten aus Arbeitsschutzgründen. Du willst ja nicht am Stromnetz reparieren und vorher alle PV‘s in der Strasse abklingeln und ausschalten lassen. Daher sind die PV immer mit der Frequenz gekoppelt: keine 50hz, kein Strom, keine Stromherstellung. Ausnahme ist eine PV die Notstromfähig ist. Die koppelt sich vom Netz ab. Versorgt also nur das Gebäude, nicht das Versorgungsnetz.

    • Don_alForno@feddit.org
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      1 day ago

      Nur haben wir die halt nicht und werden sie perspektivisch auch nicht haben!

      Es werden bereits eine Menge privat gebaut, und mit dem Geld, das Gas-Kathi in neue CO2 Schleudern stecken will könnten wir noch mehr bekommen.

      • DrunkenPirate@feddit.org
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        1 day ago

        Die Anschlüsse and Stromnetz sind das Nadelöhr. Die Anschlüsse sind auf die nächsten 3 Jahre verplant. Und es sind nicht viele.

        Die privaten Dinger sind für den Eigenverbrauch konzipiert und können das Netz nicht stabilisieren. Nicht mal auf der Niedrigvoltebene.

        • PreppaWuzz@discuss.tchncs.de
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          12 hours ago

          Die Idee, die Großspeicher an den Standorten abgeschalteter Kraftwerke zu errichten, ist doch nicht neu, und wird teilweise auch gemacht. Da ist der Anschluss schon da.

        • Don_alForno@feddit.org
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          23 hours ago

          Aber neue Gaskraftwerke brauchen keine Anschlüsse?

          Mit dem tollen Infrastruktursondervermögen könnte man da nicht mehr Kapazität schaffen?

          Die privaten Dinger sind für den Eigenverbrauch konzipiert und können das Netz nicht stabilisieren. Nicht mal auf der Niedrigvoltebene.

          Kann ich nicht einschätzen, aber wie gesagt wäre das ja dann eine viel sinnvollere Investition als Gassubventionen.

          • DrunkenPirate@feddit.org
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            10 hours ago

            Vermutlich ja. Allerdings haben die Energiekonzerne wenig Interesse daran ihr Geschäftsmodell zu kannibalisieren. Wie Fr. Reiche ja bestens weiß.

            • saimen@feddit.org
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              5 hours ago

              Deswegen haben wir ja auch einen Staat und eine Regierung die so etwas kontrollieren/steuern kann bzw. eine Demokratie mit Zivilgesellschaft, die das kritisieren kann anstatt den Kopf in den Sand zu stecken und die Energiekonzerne bzw. Frau Reiche damit durchkommen zu lassen.