Ich sag nur Wohnungsgemeinnützigkeit wieder einführen. Damit waren kommunale und genossenschaftliche Wohnungen steuerbefreit.
Ist ja fast schon so, als ob Grundbedürfnisse wie Essen oder Obdach keine profitunterworfenen Waren sein sollten 😱
Die bittere Pille die keiner schlucken will ist:
- Es liegt entweder an der Kaufkraft die fehlt, wir brauchen so 50-100% mehr Lohn um die Abgaben zu finanzieren und die Bau- oder Mietkosten zu tragen.
- Oder der Markt ist hoffnungslos in einem ähnlichen Ausmaß überbewertet, was man aber nicht laut sagen kann, weil da die Altersvorsorge bzw. Vermögen von 'zig Millionen dran hängt.
- Oder die Ansprüche die wir an Fläche und Ausstattung stellen sind “zu hoch” und wir müssten zusammenrücken, mit Untermiete, WGs im Alter etc. Will auch keiner und auch keiner sagen.
Dazu kommt dann nochmal NIMBY Kram:
Wohnraum ja, aber nicht hier, und kein Plattenbau, und auch keine Baustelle für Verkehrsmittel um dann durch die neu gewachsenen Städte zu kommen. Und keine Enteignung für entweder Platz-effizientere Stadtplanung oder Verkehrswege.
Und das Ergebnis ist dann halt das Ruhrgebiet mit z.b. Duisburg und seinen 2(!!) Tram linien. https://de.wikipedia.org/wiki/Straßenbahn_Duisburg
Oder es gibt wirklich zu wenig Wohnungen. Das Problem ist nicht mal so sehr, dass es (insbesondere in den Städten) mehr Menschen gibt, sondern dass es mehr Single-Haushalte gibt, was nicht nur daran liegt, dass es weniger Paare gibt, sondern auch, dass viele Menschen hunderte km von ihren Geburtsorten entfernt arbeiten und dann natürlich ihre Eltern, Tanten, Großeltern usw. nicht mitnehmen. Und genau diese örtliche Flexibilität wird vom Arbeitsmarkt seit Jahrzehnten vehement gefordert. Mit wildfremden Menschen zusammenleben wollen halt die meisten nicht, und das war “früher” auch nicht anders.
Ich denke, dass einfach alle vier Erklärungen zutreffen.
WGs im Alter auf jeden Fall, das trifft nur eine Reihe an Generationen, die sobald möglich etwas Eigenes haben wollten und es auch nicht geteilt haben
Ich habe das Gefühl, die Lage ist echt verzwickt für alle Beteiligten, außer man ist Vermieter.
Wir sind vor ca. 4,5 Jahren in eine 90 qm Wohnung gezogen (zwei Personen). Das ist nicht wenig Raum, die Miete ist gut, aber der Wohnraum ist ungünstig aufgeteilt. Wir würden gerne umziehen, aber es macht derzeit keinen Sinn. Wir wohnen in einem relativ neuen Gebäude mit Fahrstuhl, guter Schall- und Wärmedämmung, EBK, für etwas mehr als 25 % mehr Kaltmiete würden wir auf eigentlich alles von dem verzichten müssen, wenn wir in etwa den gleichem Raum wollen. Oder wir verzichten auf auf Wohnraum, bei gleicher Qualität, was null Sinn für uns macht.
Und Randbemerkung: Es ist faszinierend, dass eigentlich immer die alten Leute bei dem Thema “zu wenig bezahlbarer Wohnraum” herangezogen werden. Das ist zwar nicht so gemeint (hoffe ich), kommt aber manchmal so rüber, als wären sie das Kernproblem. Wenn ich mir Eigentum erarbeitet hätte, würde ich genauso an meinen gewohnten vier Wänden und dem gewohnten Umfeld festhalten, in denen vermutlich ein Großteil meines Lebens stattgefunden hat und die mit sehr vielen Erinnerungen verbunden sind. Ein Umzug würde dahingehend Ungewissheit bedeuten und bei weniger Raum mehr kosten. Das macht null Sinn, außer es ist wirklich der eigene Wunsch. Und früher oder später wird der Wohnraum nun mal frei, denn niemand lebt ewig.
kein normal denkender mensch kritisiert die oma die in der bisschen zu großen erdgeschoss-eigentumswohnung selbst lebt
kritisiert werden sollte jeder Vermieter, der noch einen und noch einen Altbau kauft und so wies ist teurer vermietet. Das sind zum weit überwiegenden Teil alte Leute mit zu viel Geld, die daraus noch mehr Geld machen wollen ohne viel Aufwand oder Risiko.
Dass man sich ab dem dritten, vierten Haus nicht langsam schämt?
Wenn zumindest was neues Gebaut wird… aber ne. Wenn dann wird was abgerissen um ein Haus zu bauen, in das weniger aber teurere Wohnungen rein passen.
Man kann an Anstandsgefühl und Scham appelieren.
Oder man erlässt ein Gesetz, dass man Eigentum an Wohnraum nur noch für den Eigenbedarf haben darf und im Übrigen als Genossenschaft.
Problem gelöst.






