Meine Frage an die ausgebildeten Fachinformatiker*innen unter euch: in wie weit unterscheidet sich der tatsächliche Arbeitsalltag von Fachinformatikys für Digitale Vernetzung zu dem von Fachinformatikys für Daten- und Prozessanalyse?
Die meisten Ausbildungen sind hier in NRW so konzipiert, dass alle 4 Fachinformatik-Azubis 2 Jahre gemeinsam lernen und sich dann spezialisieren. Da hab ich mich gefragt, wo groß der Arbeitsalltag-Unterschied am Ende wirklich ist, oder ob es nicht sowieso vom Betrieb abhängt welche Aufgaben einem zufallen (nach dem Motto: kleiner Betrieb = Mensch für “alles mit IT” und großer Betrieb = spezialisierter Einsatz für den gewählten Fachzweig).
Bonusfrage: Braucht man für einen dieser Jobs (oder ähnlicher IT-Jobs) weniger Kopfrechnen-Kenntnisse? Ich hab halt fett Dyskalkulie, die sich durch Kopfrechnen-Fehlfunktion unter Stress ausdrückt. In Ruhe kein Thema (hab vorher auch Abrechnung machen bei meinem letzten AG allein & erfolgreich geschafft), aber frage mich wie hoch der tägliche “Matheanteil” im Alltag ist.
Persönlicher Hintergrund: ich kann theoretisch von der Rentenkasse finanziert eine beliebige Umschulung machen und bin schon lebenslang an IT-Themen interessiert, aber halt Hobby- und auf Laienniveau. Komme aus dem sozialen Bereich/Beratung, bin ins Thema Datenschutz tiefer eingestiegen letztes Jahr und auf Linux umgestiegen etc. Aber null Berufserfahrung in dem Bereich.
Edit: Wort vergessen


Genau das ist es. Auch bei uns gab es damals nur Anwendungsentwicklung (AE) und Systemintegration (SI). Wenn ich mir anschaue, wo meine AE-Mit-Azubis heute alle gelandet sind. Von IT-Support über Hochleistungsrechnen, DevOps bis SAP. Ich mache jetzt Webentwicklung. Ein AE aus nem anderen Betrieb hat im Betrieb fast gar nicht programmiert, ist quasi nur zum Support ausgebildet worden.
Zu deiner mathematischen Frage: Im schulischen spielte Mathe bei uns gar keine Rolle, wir hatten in der Berufsschule nicht mal mehr das Fach Mathematik. Also wenn du was Richtung Datenanalyse oder etwas wissenschaftliches machst, wird es tendenziell mehr mathematische Anwendungen geben, sonst kommt es wieder ganz auf den Betrieb und deine letztendliche Spezialisierung an.