Mir ging es die Woche über so gut, dass ich direkt gegenlenken musste mit ein paar internationalen Nachrichten.
Musste fast lachen, als ich das hier gelesen hatte:
https://feddit.org/post/24602757
EINEN TAG? Ihr streikt EINEN TAG?!
Meine Brüder im Geiste, Verdi legt das Land regelmäßig lahm für Tage und denen geht es “nur” um Lohn und Arbeiterrechte.


Naja, Verdi legt das Land lahm würde ich jetzt nicht sagen. Gegen Aussagen von Merz und Co. würde ich mir Generalstreiks (o7) wünschen. Hab aber mal gelesen, dass die in Deutschland wohl nicht erlaubt seien.
Der Zweck eines Generalstreiks ist, den Staat in die Knie zu zwingen.
Natürlich ist das nicht legal. Aber es ist ja auch nur nötig (und wird auch nur dann genügend Unterstützer haben), wenn das Rechtssystem sowieso nicht mehr zum Nutzen der Bevölkerung funktioniert.
Stimmt fast. Es müssen nämlich genug Menschen “nur” die Ansicht haben, dass dem so ist.
Das Rechtssystem wurde nie zum Nutzen der Bevölkerung eingerichtet. Aber die Menschen glauben, dass es zu ihrem Nutzen da ist (weil sie auch darauf angewiesen sind).
Die Idee ist ja das man eine kritische Masse erreicht und der Staat einfach handlungsunfähig wird beim Generalstreik bzw. so sehr eingeschränkt das Verhandlungen doch die bessere alternative sind. Aber ja es gibt Beurfe die “dürfen” nicht streiken. Aber WENN die dann streiken…
Siehe dazu Wiki:
Sprich: Wenn Gewerkschaften einen Generalstreik versuchen, freut sich die Wirtschaft, denn dann kann sie mit Schadensersatzforderungen die Gewerkschaften ein für allemal komplett ruinieren.
Wir gründen eine single-use Generalstreik Gewerkschaft, Schadensersatz bleibt dann auf das Gewerkschaftsvermögen begrenzt was wir strategisch niedrig halten.
Hm, würde man die dann nicht als kriminelle Vereinigung einstufen können?
Und was bringt das, wenn Generalstreik ist? Dann arbeitet trotzdem niemand für die Leute, die die Einstufung treffen und durchsetzen. Die leben nämlich von anderer Leute Arbeit.
Während dem Streik gar nichts, da das nicht so schnell geht. Hinterher können sie dann aber jeden verknacken, der irgendwie irgendetwas mit der Planung zu tun hatte, ganz nach Wunsch. Da wäre es dann besser gewesen, man hätte es mit einer loseren Organisation gemacht.
Da muss man halt solange und auf eine Art weitermachen, bis die sich das nicht mehr trauen.
Die müssen einfach wissen, dass, wenn sie das tun, ihre Firmen und Villen brennen und sie daneben an einer Laterne hängen.
Ein Streik ist nur eine höfliche Art, die Ausbeuter daran zu erinnern, dass die Ausgebeuteten viel mehr sind und viel mehr tun können, wenn man sie so weit treibt.
Der Arbeitnehmer gibt seine Arbeit dem Arbeitgeber und der Arbeitgeber nimmt die Arbeit des Arbeitnehmers und verwertet diese zu seinem Gewinn.
Aus den letzten Sätzen lese ich eher heraus, man müsste es mal darauf anlegen und dann Gerichte entscheiden lassen.
Das ist halt ein extrem riskantes Unterfangen und ich kann die Gewerkschaften verstehen, dass sie das Faß nicht aufmachen
Weißt Du was auch ein riskantes Unterfangen war? Überhaupt erst Gewerkschaften zu gründen. Das war nämlich mal verboten. Die Gewerkschaften gibt es nur, weil sie es (unter Lebensgefahr) einfach trotzdem gemacht haben, denn die Leute, die Gewerkschaften verboten haben, haben alle von anderer Leute Arbeit gelebt. Wenn die Anderen sich weigern, für sie zu arbeiten, stehen sie halt dumm da.
Dafür müssten die Gewerkschaften aber einen Arsch in der Hose haben, statt es sich im Enddarm der ehemaligen Arbeiterpartei bequem zu machen und sich auf den Aufsichtsratspöstchen ihrer Funktionäre auszuruhen.