Es war irgendwann in der Zeit als die Corona-Zeit zwar noch nicht vorbei war, aber die größten Verwüstungen vorerst etwas gelindert waren. Als die ersten Leute geimpft waren, als die Ausgangssperren nicht mehr waren und es auch nicht mehr Winter war. Da erzählten dann die ersten Freunde, dass es ihnen in dieser Zeit gar überhaupt nicht so gut gegangen ist. Man hörte von den ersten Bekannten, die in Therapie oder einer Klinik gegangen sind und hat es von anderen mitbekommen, dass die es auch hart nötig gehabt hätten. Aber erstmal haben die Leute geschwiegen und es in sich rein gefressen.
Und jetzt? Jetzt habe ich das Gefühl, dass in diesem aktuellen Wahnsinn gerade die psychischen Verwüstungen auch anfangen. Ich hab es bei ein, zwei Freunden bemerkt, die nicht drüber sprechen, aber wenn man sie kennt, merkt man, dass sie gerade mächtig knabbern. Das die Sicherheit komplett zerfetzt wurde, ganze Weltbilder ins Wanken geraten, die Unsicherheit Ängste macht.
Also: Wie geht ihr mit der ganzen Geschichte rund um Krieg, Trump, Wirtschaftskrise, Grönlandgier, Techimperialismus und Faschismus um? Wie geht es euch?


Tatsächlich lässt mich das aktuell halbwegs unberührt (was nicht bedeuten soll, dass es mir egal ist).
Dazu muss aber auch gesagt sein, dass die letzten 6 Jahre für mich ziemlich turbulent waren und jetzt das letzte Jahr das erste mal war, dass ich wirklich das Gefühl hatte persöhnlich Vortschritte zu machen und auch das erste mal seit langen, dass ich ne grobe Ahnung hab wofür ich den ganzen Mist eigentlich mache. Mir fällts da gerade irgendwie ziemlich leicht mich darauf zu fokussieren und eine ziemliche “Dann soll die Welt doch vor die Hunde gehen, ich mach mein Ding” Attitüde einzunehmen.