Es war irgendwann in der Zeit als die Corona-Zeit zwar noch nicht vorbei war, aber die größten Verwüstungen vorerst etwas gelindert waren. Als die ersten Leute geimpft waren, als die Ausgangssperren nicht mehr waren und es auch nicht mehr Winter war. Da erzählten dann die ersten Freunde, dass es ihnen in dieser Zeit gar überhaupt nicht so gut gegangen ist. Man hörte von den ersten Bekannten, die in Therapie oder einer Klinik gegangen sind und hat es von anderen mitbekommen, dass die es auch hart nötig gehabt hätten. Aber erstmal haben die Leute geschwiegen und es in sich rein gefressen.

Und jetzt? Jetzt habe ich das Gefühl, dass in diesem aktuellen Wahnsinn gerade die psychischen Verwüstungen auch anfangen. Ich hab es bei ein, zwei Freunden bemerkt, die nicht drüber sprechen, aber wenn man sie kennt, merkt man, dass sie gerade mächtig knabbern. Das die Sicherheit komplett zerfetzt wurde, ganze Weltbilder ins Wanken geraten, die Unsicherheit Ängste macht.

Also: Wie geht ihr mit der ganzen Geschichte rund um Krieg, Trump, Wirtschaftskrise, Grönlandgier, Techimperialismus und Faschismus um? Wie geht es euch?

  • 7yrael@feddit.org
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    5
    ·
    6 hours ago

    Mir helfen die ganzen Klassiker:

    • Sport
    • Viel mit Freunden unternehmen
    • Nachrichten nicht mehr den ganzen Tag verfolgen, sondern gesammelt 1-2x pro Tag
    • Überlegen, was ich überhaupt beeinflussen kann und das dann machen

    Ab und zu habe ich dann so 2,3 Tage Weltschmerz, danach geht’s wieder bergauf.

    • JimBeann@lemmy.world
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      3
      ·
      5 hours ago

      Gute Sachen.

      Für mich geht auch noch deutlich seltener Nachrichten. 1x pro Woche oder weniger. Die 5% mittel- und langfristigen Entwicklungen verfolgen und die 95% an irrelevantem Grundrauschen skippen.

      Mal mehr schauen was lokal um einen herum passiert statt auf Weltgeschehen zu fixieren.

      Kleine Dinge genießen. Bei mir ist es gerade Tee in all seinen Facetten. Absolutes Rabid hole und sehr beruhigend.

      Freunden bewusst was nettes tun. Bekochen oder irgendwo aushelfen. Initiative ergreifen und gemeinsame Unternehmungen planen…