Werde nix von Blome lesen
Finde solche reißerischen Artikel nicht gerade förderlich, um Proteste zu befrieden und ohnehin schon erhitzte Gemüter zu beruhigen.
Zum Thema: Ich bin ebenfalls der Meinung, dass die Agrarlobby zu viel politischen Einfluss hat. Mit deren vergleichsweise geringen Anteil an der Wirtschaftsleistung hat das aber ganz und gar nichts zu tun. Ich bin der Meinung, dass es fundamental wichtig ist, dass Europa sich bei den Grundbedürfnissen (wie zum Beispiel Nahrung, Medikamente, …) selbst versorgen kann. Dementsprechend bin ich den echten Landwirten schon sehr dankbar, dass sie diesen Job machen. Ist bestimmt nicht immer der schönste. Die politische Macht sollte trotzdem in einer Demokratie nicht derart hoch sein, dass sie der Mehrheit ihren Willen aufdrücken können, selbst wenn sie 50% Wirtschaftsleistung hätten.
Naja, bei so ziemlich allem probieren wir uns unabhängig von anderen zu machen (digital independence day u.s.w.) Während Corona haben wir gesehen wie blöd man aus der Wäsche schaut wenn Indien viele produzierten Pharmazeutika im Land behalten hat. Mir wäre schon lieber wenn wir weiterhin da Mittel und Kompetenzen im Lande behalten würden. Zumal auch aus ökologischen Gründen regionales und seasionales Essen kein Privileg für Besserverdiener sein sollte.
Mehr Handelspartner als vorher zu haben macht uns unabhängiger. Und solange wir nicht vorhaben ein paar Länder mit Seltene-Erde-Vorkommen zu erobern und zu unseren Kolonien zu erklären bleibt uns gar nichts anderes übrig als mit Ländern außerhalb Europas zu handeln.
So lange es gut läuft ja. Vielleicht bin ich zu pessimistisch, aber ich bin mir relativ sicher dass uns noch stürmische Zeiten erwarten in denen wir uns nicht auf globalen Lieferketten verlassen können. Wie heißt es so schön? Das ende der Zivilisation ist nur drei fehlende Mahlzeiten entfernt. (Oder so ähnlich?)
Mir wäre schon lieber wenn wir weiterhin da Mittel und Kompetenzen im Lande behalten würden.
Das tun wir auch bereits seit Jahrzehnten mit Agrarsubventionen, und zwar massive. Im freien Markt™️ würden europäische Landwirte allein nicht bestehen können.
Zumal auch aus ökologischen Gründen regionales und seasionales Essen kein Privileg für Besserverdiener sein sollte.
Dazu müsste erstmal verbindlich definiert werden, was “regional” bedeutet. Stand heute kann alles unter diesem Deckmantel verkauft werden.
Die Bauern können teils wegen höheren Umweltschutz auflagen nicht so günstig produzieren. Hier nicht anzubauen und dann in Südamerika den Amazonas abholzen, hier Verbotene Pestizide verwenden, oder übermäßig viel Dünger verwenden, also die Schäden zu externalisieren um hier günstiges Steak zu bekommen kommt mir sehr falsch vor.
Die Bauern können teils wegen höheren Umweltschutz auflagen nicht so günstig produzieren.
Vielleicht eine unpopuläre Meinung, aber da sollten mMn Strafzölle ansetzen. “Du willst deinen Kram in unserem Markt verkaufen? Okay, aber entweder produzierst du zu den selben Arbeits- und Umweltschutzbedingungen, oder wir schlagen das, was du durch nichteinhaltung dieser Standards sparst an Zöllen drauf.”
Dann müssten heimische Produkte nicht oder zumindest weniger subventioniert werden, um konkurrenzfähig zu sein und man macht es weniger profitabel, auf Arbeiter und Umwelt zu scheißen.
Allerdings verfolgt auch die deutsche Landwirtschaft eine Exportstrategie, die unter Rainer noch verstärkt werden soll.Das ist doch auch teil. Sollten agrar produkte wirklich die preise drücken werden zölle erhoben. Was die regulierungen für qualität begeht gilt was hier von den bauern verlangt wird auch für importgüter
Finde ich garnicht so daneben :)
Zum Thema regional definieren, ist an meinem Punkt vorbei. Es ging mir nicht um due Beziehung regional, sondern darum dass die Produkte regional sind und dass diese am besten günstiger als solche mit großem Fußabdruck sind.
@RalfWausE
Was der Bauer nicht kennt…Die Agrarlobby hat zu viel macht in der ganzen EU. Ständig müssen 98.3% den 1.7% beugen weil die sich eingeschräkt führen
Sind die 1.7% Landwirte oder Milliardäre? Die Agrarlobby macht ja auch nicht wirklich Politik für kleine Bauern, sondern vor allem für Agrarkonzerne. Ist vielen Bauern aber auch nicht bewusst …
Die Landwirte in prozent zu deren größe des Sektors in der ganzen EU





