Okay, die Verharrungstendenz ist immer noch so stark – helft mir mal bitte, etwas durchzuspielen.
Sollte man, in ausgewählten Fällen, auch Bemühungen anstellen, Personen und Einrichtungen ihr Verharren auf X zum Markenschaden werden zu lassen? Und, ja: Bundespolitiker etc. sind aktuell noch zu dicke Schiffe, als dass denen unser Gezetere etwas anhaben könnte – ich denke da eher an wesentlich kleinere Einrichtungen, so bis runter zum Kaliber Arztpraxis Dingenskirchen: “Ihr Lieben, ihr nutzt immer noch X und stärkt mit eurer Präsenz dieses Werkzeug der Faschisten, und auch massivste Persönlichkeitsrechtsverletzungen gehen euch offenbar am Arsch vorbei – mein Vertrauen in euch schmilzt mit jedem weiteren Tag.”
Der Netzwerkeffekt legitimiert die Plattform.
Dass Regulierung etwas ändern würde, kann man in jedem Fall mittelfristig nicht mit rechnen.
Dies ist auch eine Chance, ein größerflächiges Verlassen zu organisieren und die vielen Probleme der Plattform klar und öffentlichkeitswirksam anzusprechen, was sicherlich nochmal einen guten Effekt auf andere hätte.
Schade, dass da immer noch nichts passiert. Die diversen Probleme der Plattform sind bekannt, und wenn man aktuell in die USA schaut und auf die Nähe und Machtposition von Xitter, dann wird es höchste Zeit aktiv zu werden.
Und dann ein schöner FAQ Eintrag “warum sind wir nicht auf X”.
Als Politiker sei es seine Aufgabe mit Argumenten und Inhalten Bürgerinnen und Bürger von politischen Lösungen oder Einschätzungen zu überzeugen und politisch zu kommunizieren.
Der Logik nach müssen Politiker Profile in jedem Naziforum haben…
Theoretisch ist die Logik natürlich nicht verkehrt - wenn sich viele Demokraten in einem Naziforum anmelden und dort mitdiskutieren, dann ist es sehr schnell kein Naziforum mehr und es gibt natürlich dann auch die Chance, dass Nazis wieder zu Demokraten werden. Aber das verkennt halt die Realitäten in der Onlinewelt: Da wirst du dann schnell gebannt. Auf X bestraft dich Elons Algo. Bots & Profitrolle ändern die Rechnung und wollen ja nicht ehrlich diskutieren, weil sie von Putin bezahlt werden.
Also ich sehe ehrlich gesagt absolut keinen Grund, warum nicht jedes Ministerium mittlerweile einen Account im Fediverse hat. Man könnte ja sogar zweigleisig fahren, wenn man sich von dem “ach so wichtigen Twitter/X” nicht trennen möchte. Dann würde man immerhin mal ein Signal in die richtige Richtung senden und auch seine Vorbildsfunktion wahrnehmen.
Sehe ich ähnlich - die Inhalte kann man ja 1:1 crossposten und auf Mastodon können Leute ohne Account das wenigstens lesen. Das ist auf X ja gar nicht der Fall. Wir haben dann aber auch Polizeistellen, die wichtige Bevölkerungsinformationen dann nur auf X posten, wo es dann aufgrund des Algos keinem angezeigt wird und alle ohne X Account können es gar nicht lesen. Völlig irre.
und warum man das Indiskutable diskutiere, sagte die Pressestelle nicht.
Super, dass diese Irrsinnigkeit erkannt und im Artikel benannt wurde.
Mit ‘indiskutabel’ war sicherlich das Verhalten der Plattform als inakzeptabel gemeint. Im Zusammenhang der Frage und Antwort macht es aber keinen Sinn.
Ich verstehe keinen, der seit Musks Hitlergruss noch auf Twitter ist. Sind diesen Personen ein paar Follower wichtiger, als einen offenen Nazi nicht zu supporten? Ich mein,e Twitter hat wirklich gar kein Mehrwert für uns, wieso auf diese Plattform bleiben?
Habe zu dem Zeitpunkt auch mein Twitter gelöscht, aber für Leute mit Reichweite könnte es sinnvoller sein dort zu bleiben. X ist ohnehin schon eine rechte Bubble so wie Reddit eine linke Bubble ist. Da tut es ganz gut, wenn sich die Rechten nicht nur gegenseitig bestärken, sondern auch mal etwas Gegenwind kommt.
Das selbe gilt übrigens auch im echten Leben.
Naja vielleicht könnte man mit dem Verbleib doch noch den einen oder anderen Geisterfahrer wieder zuruck in die Spur bringen.
“Als Politiker sei es seine Aufgabe mit Argumenten und Inhalten Bürgerinnen und Bürger von politischen Lösungen oder Einschätzungen zu überzeugen und politisch zu kommunizieren.” Ja aber doch nicht in der ehemals Happen Kneipe die jetzt nur noch Nazis und Pack beherbergt. Wenn ich in der “echten” Welt schon das Empfängerprinzip präferiere (Wahlkreisbüro mit Sprechzeiten, bspw) dann muss doch langsam mal der Groschen fallen, dass wenn sich Leute mit dir unterhalten wollen, dann kommen sie da hin wo du bist. Insbesondere Abgeordnete können es rein mathematisch nicht schaffen alle Leute abzuholen. Was sie schaffen können ist Zeichen setzen. Ja dann bleibt halt auf X aber degradiert es zumindest zum post-only Medium mit dem Verweis “Diskussion drüben auf Mastodon / Lemmy / dem Kommentarbereich meines Blogs”. Qua Amt ist die Angst, wenn sie den Bumms verlassen wird keiner mehr über sie berichten, absolut irrsinnig.






