Grundsätzlich bin beim Böllerverbot dabei. Auch wenn ich das bunte Licht schon ganz gern mag.

Seit Jahren kommt die Debatte um ein Böllerverbot wenige Tage vor Silvester auf und erreicht dann am 1. Januar ihren Höhepunkt. Für den Rest des Jahres spricht kaum noch wer darüber.

… und deswegen halte ich eine große Petition für hilfreich, allerdings hätte man die auch direkt über die Plattform des Bundestages laufen lassen können. Aber geschenkt. Auch der folgende Punkt ist nachvollziehbar, allerdings weiß ich nicht wieviel von der Gewalt ursächlich auf Böller zurückzuführen ist und welcher Anteil bei großen Gruppen alkoholisierter Menschen liegt.

Wir wissen, dass das Böllerverbot nicht das ganze Problem der Gewalt gegen Polizei und Feuerwehr löst. Aber es ist ein wichtiger, erster Schritt für mehr Sicherheit für uns Einsatzkräfte in der Silvesternacht. 

Was mich wirklich irritiert ist diese stellenweise übertrieben pathetisch-reißerische Wortwahl:

Die Held*innen der Silvesternacht wurden mit allerlei Feuerwerkskörpern beschossen, […] Das muss ein Ende haben.

Statt Sodom und Gomorrha auf unseren Straßen bedarf es organisierte[sic!] Veranstaltungen.

Ist mir irgendwie einer zuviel.

  • CosmoNova@lemmy.world
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    4 hours ago

    Wieso stört das die Leute? Ein Böllerverbot klingt nach einer wirklich vernünftigen Sache. Besonders in Großstädten.

    Gewalt gegen Polizei

    Ach hör mir doch auf ey… also macht schon Sinn, dass das bei der Polizeigewerkschaft an oberster Stelle steht, aber beim Thema Gewalt und Polizei sind die Gestalten in blau oft nicht das Opfer. Ist leider einfach so. Man erinnere sich nur an die Polizeigewalt bei den Demos in Gießen letztens. Ist nur wenige Wochen her.

  • WalterLego@lemmy.zip
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    16 hours ago

    Statt Sodom und Gomorrha auf unseren Straßen >>bedarf es organisierte Veranstaltungen.

    Bedarf es organisierteR Veranstaltungen. So viel Grammatik muss sein.

  • Vitalbrett@feddit.org
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    17 hours ago

    Dieser Text ist ein schönes Beispiel dafür, wie man eigentlich sinnvolle und begründete Anliegen durch völliges textliches Überdramatisieren ins unfreiwillig Komische kippen lassen kann. Immerhin hat man es ja noch geschafft, das völlig schiefe Bild vom „Sodom und Gomorrha auf unseren Straßen“ durch einen Blick ins Wörterbuch korrekt zu buchstabieren. Bei der Grammatik der organisierten Veranstaltungen (in deren Rahmen die zweifelhaften Freizeitaktivitäten, für welche die beiden biblischen Orte berühmt geworden sind, heute offenbar besser stattfinden sollten oder was), hapert‘s dann aber doch gleich wieder recht arg.

    Ich gebe zu, dass mich realsatirische Texte wie diesen der GdP durchaus erheitern, so ernst das dahinter liegende Thema auch ist.