kdenlive dazu zu prügeln, dieses gottverdammte GIF richtig ins Projekt zu importieren, hat, glaube ich, doppelt so lange gedauert.
kdenlive dazu zu prügeln, dieses gottverdammte GIF richtig ins Projekt zu importieren, hat, glaube ich, doppelt so lange gedauert.
Das systray abzuschaffen, war tatsächlich eine gute Idee vom Gnome Team. Das ist für Nachrichten des Systems gedacht, nicht um Anwendungen zu parken. Dafür gibt es gerade unter Gnome virtuelle Arbeitsflächen. Und nein, es macht speichertechnisch absoulut keinen Unterschied! Oberflächen, die nicht angezeigt werden, sind nicht im Speicher. Ob sie nicht angezeigt werden, weil im Tray stecken oder weil sie auf Arbeitfläche 23 verschimmeln, ist irrelevant!
Es ist also absolut unnütz Anwendungen im Systray zu parken, wenn man Arbeitsflächen hat. Und da das unnütz ist, hat das Gnome Team das abgeschafft. Scheint mir ne logische Entscheidung zu sein. Aber da der durchschnittliche Linux User möchte, dass sich sein Desktop wie der von Windows 95 verhält, wird jetzt dem systray hinterher getrauert. Kurze Durchsage: Windows 95 ist 30 Jahre her. Man darf sich weiterentwickeln.
Bei KDE Plasma war das übrigens ähnlich. Als die ihren Desktop modernisiert haben, war deren Tray anfangs nur für Plasma-Anwendungen (!=KDE Anwendungen) da. Gab ein riesen Geheule in der Community und der Sündenfall des KDE Teams war es dem nachzugeben.
Das Gnome Team ist hart geblieben. Finde ich gut. Es kann ja nicht sein, dass wir (als Linux Gemeinschaft) 30 Jahre alten Design-Prinzipien eines proprietären Konzerns nachjagen.
Das Problem ist nicht, dass ich das Tray unbedingt brauche, sondern dass es zig Anwendungen gibt, die das Tray nutzen und die man nicht wieder öffnen kann, wenn man das Fenster geschlossen hat. Bzw. die beim Systemstart in Hintergrund geöffnet werden und sich leider nicht benutzen lassen weil es keine Möglichkeit gibt sie zu öffnen.
Ich will meine Nextcloud-App auch nicht permanent geöffnet haben, auch nicht auf Arbeitsfläche 37, ich will ein Icon irgendwo auf dem Bildschirm haben wo ich sehen kann, wenn die Synchronisierung abgeschlossen ist und ich den Rechner runterfahren kann, nachdem ich eine Datei in den Nextcloud-Ordner geschoben habe.
Das lustige ist ja, dass es das Systray immer noch gibt, da wird halt weiterhin der Netzwerkstatus, die Lautstärke, Tastaturbelegung, Uhr etc angezeigt. Nur es ist jetzt halt ein proprietäres Systray, das nur noch über irgendeine Gnome-eigene API verfügbar ist.
Was spricht gegen die Gnome Online Accounts? Laut nextcloud Doku ist das der offizielle Weg.
Vendor Lock in ist ja einer der Gründe warum ich kein Windows nutzen will, dann brauche ich das nicht auch noch unter Linux. Ich habe mir die Nextcloud-App so konfiguriert, dass sie genau die Dateien synchronisiert, die ich brauche. Das will Ich nicht für jede Desktop-Umgebung neu machen müssen, nur weil jeder sein eigenes Süppchen kocht, statt sich an offene und etablierte Standards zu halten.
Nextcloud ist auch nur ein Beispiel von vielen. Es gibt halt einfach eine Menge Anwendungen, die weiterhin diesen Standard nutzen, und davon ausgehen, dass sie, wenn sie ein Tray-Icon an die API übergeben, es auch irgendwo sichtbar ist. So kommt es immer wieder vor, dass Programme im Hintergrund weiterlaufen, sich aber nicht mehr bedienen lassen, weil Gnome beschlossen hat sie nicht mehr anzuzeigen.
Also halten wir fest: Gnome möchte, dass du die GOA benutzt. Nextcloud möchte, dass du die GOA benutzt. Und du möchtest das anders machen. Okay…
Dass ich Dinge anders machen möchte als Gnome möchte, dass ich Dinge mache ist so ein bisschen die Prämisse von diesem ganzen Faden: Gnome und ich leben seit 20 Jahren in einer toxischen An-Aus-Beziehung miteinander und keiner von uns beiden schafft es die Beziehung ganz zu beenden obwohl jeder den anderen schon mehrmals betrogen hat.