geteilt von: https://feddit.org/post/25379848
Ein krasser Einschnitt für die psychotherapeutische Versorgung, den der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen spontan, ohne große Medienaufmerksamkeit und auch schon im nächsten Monat mal eben durchdrücken will: Einfach die Honorare für Psychotherapeut:innen um 10% kürzen (statt sie inflationsbereinigt anzuheben).
Man muss wohl zu dem Schluss kommen, die GKV finden, wir hätten zu viele Psychotherapeut:innen. Oder dass die vorhandenen Praxen zu viele Kassenpatient:innen behandeln, und zu wenig private? Denn das wäre in der Realität natürlich die einzige Folge dieser Anpassung: Weniger Therapieplätze für die gesetzlichen Kassen, oder gleich weniger Absolvent:innen, die Lust haben, eine Praxis aufzumachen.
Jeder, der schonmal wochen- oder monatelang auf der Suche nach einem ambulanten Therapieplatz war, muss da eigentlich sauer werden.
Medial bis jetzt trotzdem eher ein Nischenthema:


Vom Originalpost rüberkopiert:Lage der Nation rechnet beispielhaft vor, was die Einsparung konkret für die Versorgungslandschaft bedeuten könnte:
Ein Beleg dafür, wie billig ambulante Psychotherapie für die Krankenkassen eigentlich ist:
Der Report Psychotherapie von 2021 rechnet mit Gesamtkosten von 2,8 Mrd. € für ambulante Psychotherapie. Von den Gesamtausgaben der GVK im selben Jahr sind das gerade einmal 0,9%.
Oder anders gesagt: Ein Abbau der ambulanten Versorgung oder eine Verschlechterung des ambulanten Angebots wird für das Gesundheitswesen in Zukunft richtig, richtig teuer.
Woran zum Fick will der Spitzenverband hier also sparen? Im Ernst!?