Text der Petition
Mit der Petition wird eine Änderung von § 3 Absatz 3 Nr. 2c Straßenverkehrs-Ordnung dahingehend gefordert, dass auf außerörtlichen Straßen ohne baulich getrennte Geh- und Radwege die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Kraftfahrzeuge bis 3,5 t verbindlich auf 60 km/h begrenzt wird. 100 km/h sollen künftig nur noch dort zulässig sein, wo zusätzliche, baulich getrennte Geh- und Radwege neben der Fahrbahn vorhanden sind.

Begründung
Auf vielen außerörtlichen Straßen existieren keine baulich getrennten Geh- und Radwege. Fußgänger und Radfahrer müssen diese Straßen dennoch nutzen, weil es häufig keine Alternativen gibt. Die derzeit zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h stellt in solchen Situationen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Bei hohen Geschwindigkeiten sind Reaktions- und Bremswege lang, und Kollisionen mit ungeschützten Verkehrsteilnehmern führen meist zu schweren oder tödlichen Verletzungen. Bereits eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 60 km/h kann den Anhalteweg deutlich verkürzen und die Schwere von Unfallfolgen erheblich mindern.
Die vorgeschlagene Regelung schafft eine klare, leicht verständliche und bundesweit einheitliche Vorgabe: Tempo 60 dort, wo sich motorisierter Verkehr den Raum mit Fußgängern und Radfahrern teilt, und Tempo 100 nur auf Strecken mit ausreichender baulicher Trennung. Damit wird die Verkehrssicherheit verbessert, die Akzeptanz der Regeln erhöht und ein wirksamer Beitrag zur Vision Zero – null Verkehrstote – geleistet.

  • sascha@friendica.de
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    5 hours ago

    @D_a_X Kann ich als jemand der beide Seiten, Stadt und Land kennt nicht unterzeichnen so lange es auf dem Land keine schnelle Alternative gibt um in die Städte zu kommen.

    • D_a_X@feddit.orgOP
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      4 hours ago

      Ist halt immer die Frage, wie viel Menschenleben (und nicht nur das der Opfer) einem 10 oder 20 min Zeitgewinn wert sind.

      Das hört sich böse an, aber auf das läuft jede Diskussion über Geschwindigkeitsbegrenzungen hinaus.

      • sascha@friendica.de
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        4 hours ago

        @D_a_X Nein läuft es nicht wenn man die richtigen Prioritäten setzt und die Menschen die in der Stadt/urbanen Raum leben nicht versucht gegen die Menschen die auf dem Land leben auszuspielen.

        Man hat zumindest hier in Baden-Württemberg von staatlicher Seite über Jahrzehnte propagiert das Menschen, vor allen junge Familen, aufs Land ziehen und ihnen z. B. erzählt das sie ja mit dem Auto günstig mobil und flexibel sind, schnell in die Städte kommen. Doch das ist schon jetzt durch immer mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen immer mehr Makulatur. Nein ich bin nicht gegen Geschwindigkeitsbegrenzungen, wenn es nach mir geht werden alle Hauptverkehrsadern in Städten und Dörfern auf 30 km/h gesetzt und Wohngebiete werden zu verkehrsberuhigten Bereichen. Jedoch muss man dann eben auch für jene die aufs Auto und die Mobilität durchs Auto angewiesen sind entsprechende gleichwertige Alternativen anbieten, welche ich eben nicht sehe.

        PS. Wir reden nicht über Zeitgewinn, sondern über Zeitverlust. Und es ist für den Einzelnen schon sehr relevant ob man 30 oder 60 Minuten zur Arbeit braucht.