Alter, was ist denn mit diesen Menschenfeinden in den letzten Wochen los?

  • JensSpahnpasta@feddit.org
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    7 hours ago

    Also kurz zusammengefasst die Position der CDU:

    • Teilzeit ist “Lifestyle-Teilzeit” und Teilzeitarbeit ist keine richtige Arbeit
    • Saisonarbeiter, die in der Landwirtschaft 10 Stunden+ körperlich ranklotzen, sind keine “Vollerwerbstätigkeit” und verdienen damit keinen Mindestlohn
    • Leute, die in Vollzeit arbeiten, sind zu wenig leistungsbereit, zu häufig krank und brauchen eine neue Mentalität. Daher schaffen wir den 8h Tag ab
    • Mora@pawb.social
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      6 hours ago

      Vergiss nicht alle Arbeitslosen zu drangsalieren und mit Obdachlosigkeit bedrohen und dabei quasi ausschließlich zu lügen bis sich die Balken biegen.

      Die versprochenen Milliardeneinspaarung? Pustekuchen. 2026 werden Einsparungen von 86 Millionen erwartet, 2027 69 Millionen und das Arbeitsamt hat dafür Mehrkosten von 260 Millionen. Also eine geniale Ersparnis von -105 Millionen. Und wahrscheinlich wirds danach teurer. Aber hey, gegen die Verfassung verstößt es auch noch. Es geht nur darum andere Menschen zu quälen, nichts anderes.

    • Quittenbrot@feddit.org
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      6 hours ago

      Naja, die Argumente sind schon etwas anders:

      Teilzeit ist “Lifestyle-Teilzeit” und Teilzeitarbeit ist keine richtige Arbeit

      Der Wirtschaftsflügel der Union möchte, dass auf die Rekordhöhe der Teilzeitquote und den gleichzeitigen Fachkräftemangel damit reagiert wird, dass der Anspruch auf Teilzeit nur noch bei besonderen Gründen gelten soll, nicht jedoch bei der, wie sie sagen, “Lifestyle-Entscheidung”, Teilzeit arbeiten zu wollen.

      Saisonarbeiter, die in der Landwirtschaft 10 Stunden+ körperlich ranklotzen, sind keine “Vollerwerbstätigkeit” und verdienen damit keinen Mindestlohn

      Da gehts nur um die Landwirte dahinter, die mit ihren Produkten wettbewerbsfähig bleiben wollen. Die Argumentation, warum die Saisonarbeiter keinen Mindestlohn verdienen sollten, ist natürlich Unfug, das zugrundeliegende Problem ist dennoch real: im EU-Binnenmarkt wirkt stets die Dynamik, dass die Produktion an den günstigsten Ort wandert, gerade wenn es eine Arbeit ist, die vergleichsweise leicht zu erlernen ist, wie in der Landwirtschaft. Für uns als Verbraucher erst mal super, für den Landwirt in Deutschland ein Problem.

      Leute, die in Vollzeit arbeiten, sind zu wenig leistungsbereit, zu häufig krank und brauchen eine neue Mentalität. Daher schaffen wir den 8h Tag ab

      Alles verzweifelte Versuche, die schwächelnde Wirtschaft wieder zu beleben. Das Aufweichen des starren 8h-Tages könnte für manche ja sogar ganz interessant sein, weil sie dann bspw. den Freitag vorarbeiten könnten und dann drei Tage frei hätten. Das könnte man aber ebenfalls erreichen, indem man die tägliche Höchstarbeitszeit auf 10h erhöht, bei gleichzeitiger Einführung eines wöchentlichen 40h-Deckels.

      Das ganze löst aber null das zugrundeliegende Problem, dass immer mehr Leute der Meinung sind, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt - und entsprechend nicht mehr bereit sind, dafür ihr restliches Leben auf den Kopf zu stellen. Dafür müssten ein paar grundsätzliche Weichen umgestellt werden - und bisher setzt die Politik lieber auf billige Kosmetik.