ne, ich lebe schon im richtigen körper/ geschlecht. ich finde es nur spannend. ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn das für jemanden nicht selbstverständlich ist, weil man ja seine eigne wirklichkeit hinterfragen muss, als auch die anforderungen aller anderen an einen infrage stellt (ängste, anfeindungen, zweifel, frust, hoffnung).
ich mag jetzt nicht die rollenklischees die an geschlechter gebunden sind, aber mein geschlecht habe ich nie hinterfragen müssen. fussball, autos, grillen, saufen und kämpfen ist nicht meine welt. aber da kann ich halt den bequemen weg gehen und sagen: ja, da bin ich halt anders (und das heute zum glück ohne, dass da direkt ein politikum draus gemacht wird.)
ich glaube es fällt mir schwer den perspektivwechsel in einer art zu schaffen, der mich die gefühle und beweggründe wirklich verstehen lässt (ohne wertung, insbesondere ohne negative wertung) und deswegen frage ich um es besser nachvollziehen zu können. letztlich ist es aber natürlich immer nur ein annähern, echter perspektivwechsel kann ja nur erahnt werden.
Als cis Person kann man nie wirklich verstehen, wie das ist trans zu sein, weil es einfach komplett verschiedene Lebensrealitäten sind. Man kann versuchen es nachzuvollziehen, aber wirklich wissen wie das ist geht nicht so wirklich.
Du hast übrigens Vollkommen recht damit, dass das erstmal ein “Schock” ist. Der Moment, wo für einen klar wird und man selber realisiert, welcher langer Weg einem bevorstehend ist ziemlich überwältigend. Je nach dem in welchem Land man ist kann das auch heißen, dass man für eventuelle Anpassungen (Namen, Geschlechtseintrag, Hormone, OPs,…) teils Jahre sich durch entmenschluchende Prozesse kämpfen muss oder sogar kriminalisiert wird. Gleichzeitig wird es auch nicht dadurch besser gemacht, dass man in einem Körper lebt, der nicht dem eigenen Selbstbild entspricht, was auch vermehrt zu Depressionen führt. Dazu kommt dann noch, dass man damit Rechnen muss, dass das eigene Umfeld einen nicht akzeptiert oder sogar feindselig ist.
Alles in allem ist das etwas, an dem viele Personen zerbrechen (die Suizidrate ist nicht ohne Grund so hoch unter Trans Leuten), deshalb: Seid für eure Trans* Zuhausis da. Es ist zwar ein Kampf den die einzelnen Personen zum Großteil selber meistern müssen, aber wir brauchen da trotzdem Unterstützung bei. Egal ob im privaten, Aber insbesondere im öffentlichen braucht es cis Personen, welche bereit sind mit uns zu kämpfen, denn wir sind ein so kleiner Teil der Gesellschaft, dass wir alleine quasi machtlos sind.
Ihr habt das gerade so wunderbar erklärt und beschrieben 🩷🩵🤍🩵🩷 vielen Dank dafür :) (cis-Person aber ich überlege ob ich diese Beschreibung vielleicht in meine Unterrichtsplanung in Sexpäd einfüge)
Immer wieder gerne. Ich finde es auch gut und wichtig sowas an interessierte weiterzugeben, denn nur wenn ein Grundverständnis dafür existiert, welche Kämpfe und Probleme wir durchleben kann eine Person verstehen wieso es sich lohnt für uns zu kämpfen.
Ich hätte übrigens noch einiges mehr zu dem Thema sagen, aber ich wollte keinen Roman am Handy tippen.
Wenn du auch nochmal von anderswo input von betroffenen Personen hören willst kannst du ja mal auf lemmy.blahaj.zone/c/transfem oder lemmyy.blahaj.zone/c/trans vorbei.
sich um eine versprochene zukunft oder erwartungen betrogen zu fühlen, ist zumindest etwas, dass mir ein zugängliches gefühl ist (auch wenn ich mich als extremen glückspilz empfinde), wenn auch die fallhöhe garantiert stark anders ist.
ne, ich lebe schon im richtigen körper/ geschlecht. ich finde es nur spannend. ich stelle mir das sehr schwer vor, wenn das für jemanden nicht selbstverständlich ist, weil man ja seine eigne wirklichkeit hinterfragen muss, als auch die anforderungen aller anderen an einen infrage stellt (ängste, anfeindungen, zweifel, frust, hoffnung). ich mag jetzt nicht die rollenklischees die an geschlechter gebunden sind, aber mein geschlecht habe ich nie hinterfragen müssen. fussball, autos, grillen, saufen und kämpfen ist nicht meine welt. aber da kann ich halt den bequemen weg gehen und sagen: ja, da bin ich halt anders (und das heute zum glück ohne, dass da direkt ein politikum draus gemacht wird.)
ich glaube es fällt mir schwer den perspektivwechsel in einer art zu schaffen, der mich die gefühle und beweggründe wirklich verstehen lässt (ohne wertung, insbesondere ohne negative wertung) und deswegen frage ich um es besser nachvollziehen zu können. letztlich ist es aber natürlich immer nur ein annähern, echter perspektivwechsel kann ja nur erahnt werden.
Als cis Person kann man nie wirklich verstehen, wie das ist trans zu sein, weil es einfach komplett verschiedene Lebensrealitäten sind. Man kann versuchen es nachzuvollziehen, aber wirklich wissen wie das ist geht nicht so wirklich.
Du hast übrigens Vollkommen recht damit, dass das erstmal ein “Schock” ist. Der Moment, wo für einen klar wird und man selber realisiert, welcher langer Weg einem bevorstehend ist ziemlich überwältigend. Je nach dem in welchem Land man ist kann das auch heißen, dass man für eventuelle Anpassungen (Namen, Geschlechtseintrag, Hormone, OPs,…) teils Jahre sich durch entmenschluchende Prozesse kämpfen muss oder sogar kriminalisiert wird. Gleichzeitig wird es auch nicht dadurch besser gemacht, dass man in einem Körper lebt, der nicht dem eigenen Selbstbild entspricht, was auch vermehrt zu Depressionen führt. Dazu kommt dann noch, dass man damit Rechnen muss, dass das eigene Umfeld einen nicht akzeptiert oder sogar feindselig ist.
Alles in allem ist das etwas, an dem viele Personen zerbrechen (die Suizidrate ist nicht ohne Grund so hoch unter Trans Leuten), deshalb: Seid für eure Trans* Zuhausis da. Es ist zwar ein Kampf den die einzelnen Personen zum Großteil selber meistern müssen, aber wir brauchen da trotzdem Unterstützung bei. Egal ob im privaten, Aber insbesondere im öffentlichen braucht es cis Personen, welche bereit sind mit uns zu kämpfen, denn wir sind ein so kleiner Teil der Gesellschaft, dass wir alleine quasi machtlos sind.
Ihr habt das gerade so wunderbar erklärt und beschrieben 🩷🩵🤍🩵🩷 vielen Dank dafür :) (cis-Person aber ich überlege ob ich diese Beschreibung vielleicht in meine Unterrichtsplanung in Sexpäd einfüge)
Immer wieder gerne. Ich finde es auch gut und wichtig sowas an interessierte weiterzugeben, denn nur wenn ein Grundverständnis dafür existiert, welche Kämpfe und Probleme wir durchleben kann eine Person verstehen wieso es sich lohnt für uns zu kämpfen.
Ich hätte übrigens noch einiges mehr zu dem Thema sagen, aber ich wollte keinen Roman am Handy tippen.
Wenn du auch nochmal von anderswo input von betroffenen Personen hören willst kannst du ja mal auf lemmy.blahaj.zone/c/transfem oder lemmyy.blahaj.zone/c/trans vorbei.
Vielen Dank :)
immer an eurer seite ❤️
sich um eine versprochene zukunft oder erwartungen betrogen zu fühlen, ist zumindest etwas, dass mir ein zugängliches gefühl ist (auch wenn ich mich als extremen glückspilz empfinde), wenn auch die fallhöhe garantiert stark anders ist.